Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen

Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen, die Verwüster im Garten

Entdecke die Bedrohung im Garten der nicht heimischen Gartenpflanzen! Erfahre, wie invasive Pflanzen das heimische Ökosystem gefährden und wie ihr sie bekämpfen könnt.

In unseren Gärten wachsen nicht nur blühende Schönheiten, sondern auch unscheinbare Eindringlinge, die das Gleichgewicht der Natur stören. Entdecke, welche eingeführten (absichtlich oder unabsichtlich) Gartenpflanzen heimischen Lebensraum bedrohen und wie wir sie bekämpfen können.

Ein Garten ist ein Stück Natur, den wir nach unserem Belieben formen und gestalten können. Doch nicht jede Pflanze, die wir in unseren Gärten hegen und pflegen, ist ein Segen für das lokale Ökosystem. Einige exotische Arten, haben das Potenzial, sich außer Kontrolle zu verbreiten und einheimische Pflanzen zu verdrängen. In diesem ausführlichen Artikel, werden wir uns mit verschiedenen Gartenpflanzen befassen, die eine potenzielle Bedrohung für das heimische Ökosystem darstellen.

Eine dieser Gartenpflanzen ist der Japanische Knöterich (Fallopia japonica),

Eine schnell wachsende Kletterpflanze mit schönen Blättern, die oft in Gärten wegen ihres dekorativen Aussehens angebaut wird. Der Japanische Knöterich ist äußerst invasiv, kann sich schnell ausbreiten, wodurch er einheimische Pflanzen verdrängt und die Biodiversität gefährdet.

Ein weiterer Eindringling ist das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), das oft entlang von Flussufern und in feuchten Wäldern zu finden ist. Ursprünglich aus dem Himalaya stammend, hat es sich in vielen Teilen der Welt als invasiv erwiesen. Aber sich auch schnell ausbreitet und einheimische Pflanzen verdrängt.

Nicht alle invasiven Pflanzen sind jedoch exotisch. Manchmal können auch einheimische Arten zu einer Bedrohung werden, wenn sie außer Kontrolle geraten. Ein Beispiel dafür ist das Schilfrohr (Phragmites australis), das in vielen Teilen der Welt vorkommt und in Feuchtgebieten und entlang von Gewässern wächst. Wenn es nicht kontrolliert wird, kann es sich stark ausbreiten und natürliche Lebensräume zerstören.

Um diese invasiven Gartenpflanzen zu bekämpfen, ist es wichtig, frühzeitig zu handeln

Dies kann durch regelmäßige Inspektionen im Garten und durch die rechtzeitige Entfernung von invasiven Arten, erreicht werden. Chemische Herbizide sollten nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da sie auch nicht zielgerichtete Pflanzen schädigen können.

Die Förderung der Biodiversität in unseren Gärten kann auch dazu beitragen, invasive Arten zu bekämpfen. Wenn wir eine Vielzahl von einheimischen Gartenpflanzen anbauen, schaffen wir Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, die das Gleichgewicht im Garten wieder herstellen.

Aber mit der richtigen Planung und Pflege können wir dazu beitragen, Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen, zu minimieren. Durch die gezielte Auswahl von Pflanzen und regelmäßige Kontrolle, können wir unseren Garten zu einem Ort, machen, der nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Natur leistet.

Hier sind einige Arten von Gartenpflanzen, die das heimische Ökosystem bedrohen

Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen

Japanischer Knöterich (Fallopia japonica) Diese schnell wachsende Kletterpflanze, kann einheimische Pflanzen verdrängen und die Biodiversität gefährden.

Drüsiges Springkraut, Stängel, RotGartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen

Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) Ursprünglich aus dem Himalaya stammend, breitet sich diese Pflanze schnell aus und verdrängt einheimische Arten, insbesondere entlang von Flussufern und in feuchten Wäldern. Kann bis zu 2,5 Meter hoch werden.

 Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen

Schilfrohr (Phragmites australis) Obwohl es sich um eine einheimische Art handelt und als Gartenpflanzen vorkommt, kann Schilfrohr invasiv werden und Feuchtgebiete, sowie Uferbereiche dominieren, was die Vielfalt der Lebensräume reduziert. Schilfrohr wird je nach Sorte, zwischen 1,5m und über 4 m hoch.

  Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem

Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) Diese imposante Pflanze kann nicht nur Hautreizungen verursachen, sondern auch einheimische Pflanzen, durch ihre schnelle Verbreitung verdrängen und Lebensräume beeinträchtigen.

Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen

Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) Obwohl sie oft wegen ihrer gelben Blüten geschätzt wird, kann diese Pflanze in vielen Regionen invasiv werden und einheimische Arten verdrängen.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) Gartenhecken

Der Kirschlorbeer ist weit verbreitet und er darf ab 1. September 1924 in der Schweiz, weder verkauft, verschenkt noch importiert werden. Pflanzen die sich bereits im Garten befinden, sind von dem Verbot nicht betroffen. Kirschlorbeer ist nicht nur ein Neophyt (nicht heimische Gartenpflanzen), sondern auch giftig, vor allem seine Blätter und Beeren. Vögel fressen die Beeren und fördern damit die unkontrollierte Ausbreitung und setzt viele heimische Tiere und Pflanzen unter Druck.

Es gibt natürlich noch viele weitere Arten von Gartenpflanzen, die das heimische Ökosystem beeinträchtigen können. Die oben genannten sind jedoch einige der bekanntesten und weit verbreitetsten invasiven Arten, die in verschiedenen Teilen der Welt, Probleme verursachen können.

Weitere Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen

Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca Linnaeus) Die Gewöhnliche Seidenpflanze ist eine ausdauernde krautige Pflanze und kann bis zu 1,5 m hoch werden. Ihre Blätter sind am aufrechten, behaarten Stängel angeordnet, 10–20 cm lang und 5–11 cm breit. Die Pflanzen enthalten einen giftigen Milchsaft und dieser  kann allergische Reaktionen und Kontaktdermatitis auslösen. Die Pflanze ist für den Menschen giftig.
Sie besiedelt vorzugsweise sonnige und trockene Böden und ist vor allem auf Ödland und Industriebrachliegenden Grundstücken zu finden. Aber auch entlang von Transportwegen wie Bahnanlagen, Straßen und Wegrändern.

Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens) Sie ist eine schöne gelbe Blume, aber hochgiftig und enthält Inhaltsstoffe (Pyrrolizidinalkaloide), die sogenannten Lebergifte. Oft steht die Pflanze am Wegesrand und gelangt von dort aus auf Wiesen und Weiden. Sie ist eine Gefahr vor allem für Tiere. Unbedingt  vor der Samenbildung  ausreißen, dass ist die beste Bekämpfung.

Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia, englischen Namen Ragweed) für Allergiker gefährliche invasive Pflanzenart. Sie dringen bis in die inneren Atemwege vor und lösen dann bei Allergikern, schwere Reaktionen von Tränenfluss und Juckreiz, bis hin zu Asthma aus. Viele dieser invasiven Arten konkurrieren erfolgreich mit heimischen Pflanzen um Licht und Nährstoffe und dabei vermehren sich sich extrem schnell, über Samen und Wurzeln.

Alligatorenkraut (Alternanthera philoxeroides) Diese aus Südamerika stammende Wasserpflanze kann sich in stehenden Gewässern ausbreiten und die natürliche Flora verdrängen, was ökologische Probleme verursacht.

Olivenbaum (Olea europaea) oder Japanische Zeder Cryptomeria japonica) letztere gilt in ihrem Heimatland Japan, als Hauptquelle für Allergien und etwa 40 Prozent der Bevölkerung, sind davon betroffen. Es werden schon pollenarme Zedernsorten gesetzt.
Olivenpollen können zu Heuschnupfen, allergischem Schnupfen (Rhinitis) oder Asthma führen. Olivenbäume sind in Südeuropa wesentlicher Auslöser für Allergien.

Gartenpflanzen wie Lupinen aus dem Garten oder im Topf, wie auch als wilde Pflanzen sind giftig

Das gilt sowohl für die Blätter als auch für den Samen. Nicht nur für den Menschen, auch für die Haustiere, ist diese Pflanze giftig. Die Pflanze enthält Alkaloide, welche bei Verzehr zu Unruhe, Blässe, Schwitzen, Erbrechen, Atemnot und zum Herzstillstand führen können. Gefährlich sind besonders die Samenkapseln. Verblühte Blütenstände auch immer sofort abschneiden und entsorgen.

Süßlupinen (Lupinus angustifolius) enthalten keine Alkaloide und sind somit auch nicht giftig. Die Süßlupine werdet ihr aber nicht als Wildpflanze und auch in keinem Garten finden. Achtet beim Saatgutkauf darauf, dass es sich wirklich um Lupinen, ohne giftige Bitterstoffe handelt.

Robinie (Robinia pseudoacacia), ein Baum aus Nordamerika, ist extrem trockenheitsresistent. Er macht den Boden nährstoffreich, was an und für sich nicht schlecht ist, aber heute weiß man, das Wiesen mit Blumen, dadurch in grüne Grasflächen umgewandelt werden. Auch andere Pflanzenarten verschwinden dabei.

Experten warnen davor, Neophyten vorschnell zu verurteilen, denn sie bringen gerade in Zeiten von Hitzephasen, auch Vorteile mit sich. Zum Beispiel der Götterbaum (Ailanthus altissima), ein schnell wachsender Baum, der durch seinen Schatten und seine kühlende Wirkung dazu beitragen kann, die Hitze in städtischen Gebieten, zu mildern.

Bekämpfung der Gartenpflanzen die das heimische Ökosystem bedrohen ist sehr schwierig

Die Bekämpfung dieser invasiven Pflanzen gestaltet sich sehr schwierig, da alle Pflanzenteile entfernt werden müssen und dies ist besonders bei Pflanzen mit tief reichenden Wurzeln, herausfordernd. Die effektivste Methode wäre, obwohl dies bei einer großen Fläche sehr aufwendig ist, sie auszugraben.

Beim Bambus, die Triebe regelmäßig mit einem Rasenmäher entfernen. Ragweed solltet ihr nicht in den Kompost werfen,  entwickelt sich dort weiter, sowie auch alle andere Neophyten, über die Restmülltone, entsorgen.

zur Startseite

Comments are closed.