Rasen anlegen und pflegen

Der Rasen, ein Platz für die ganze Familie.

Lädt zum Spielen und Toben für die Kinder, sowie für ein geselliges und entspanntes Zusammensein mit Freunden ein.
Einen Rasen anlegen, bedenkt, er braucht Pflege und macht Arbeit.
Er muss jede Woche gemäht werden. Ihr könnt die Rasenfläche verkleinern, in dem Ihr Sträucher setzt sowie einen Gartenteich anlegt. Aktuell sind Steingärten, Wege aus Kies und mit Steinplatten.

Die Fantasie kennt keine Grenzen, es gibt viele Möglichkeiten, die Rasenfläche zu verkleinern

SAM_2241 Rasenfläche

Ihr könnt entscheiden zwischen einem ökologischen Rasen, mit seiner bunten Vielfalt (ein niedrig blühender Teppich, wo sich viele Kleinstlebewesen und Insekten tummeln). Sowie einen schönen grünen Teppich, was nicht ohne Chemie ausgeht (Unkrautvernichter und Moosvernichter). Vertikutieren und Düngen hilft viel, gut für das Gras und das Unkraut wird weniger. Löwenzahn und Disteln, die der Rasenmäher nicht erfasst, sticht man aus.

Bedenkt:

Grasflächen, die das ganze Jahr schön bleiben, brauchen viel Wasser!
(Kostenfaktor in Gegenden, wo Ihr fürs Wasser viel bezahlt).

Rasensamen:
Hier solltet ihr auf Qualität achten. Spitzensamen keimt und wächst langsamer.
Ihr habt den Vorteil, nicht zu oft mähen und es fällt nicht viel Rasenschnitt an.
Es gibt viel Auswahl, nach Beanspruchung. Spiel-, Sportrasen, sowie für sonnige und schattige Lagen. Wer biologisch denkt, kauft einen Rasensamen aus einer Mischung von mehreren Arten, die sich gut für trockene Lagen eignen. Es ist kein „Englischer Rasen“, er kommt mit nicht viel Wasser aus.
Es gibt hochwertige „Zierrasen“-Mischungen, die langsam wachsen, nicht stark zu beanspruchen.

Rasen anlegen und säen:

Der Monat Mai, es gibt keine Nachtfröste mehr, wäre ein idealer Zeitpunkt. Im Hochsommer, besteht die Gefahr des Austrocknens.

    Die nächst spätere Möglichkeit ist der September und Anfang Oktober. Der Boden ist noch warm und die Trockenheit ist keine Gefahr mehr. Vorteil im Herbst, es keimt und weniger Unkraut als im Frühjahr.

Nicht zu früh aussäen:

    Sind die ausgestreuten Samen einmal aufgequollen, ist das Saatkorn Frost und Witterung schutzlos ausgeliefert. In der ersten Phase des Keimens kann schon ein einziger Nachtfrost genügen, um die Aussaat zu zerstören.

Haltbarkeit des Rasensamen:
Rasensamen halten nicht ewig. Ab dem dritten Jahr sinkt ihre Keimfähigkeit in der Verpackung jährlich um etwa zehn Prozent.
Der wichtigste Faktor für die Haltbarkeit ist die richtige Lagerung. Ein guter Ort ist ein trockener Raum oder Schuppen bei möglichst gleichbleibenden, eher kühlen Temperaturen.

Schritt für Schritt:
Lockern des Erdreiches und Unkraut, Steine und Wurzeln entfernen.
Verdichten und aufrauen:
Geht am besten mit einer kleinen Walze und mit einem Rechen aufrauen.
Säen:
Ihr könnt mit der Hand das Saatgut ausbringen, achten auf einen windfreien und bewölkten Tag. Mit einem Streuwagen, das Säen erfolgt gleichmäßiger.
Einarbeiten des Rasensamen:
Vorsichtig mit einem Rechen in die oberste Erdschicht und mit einer Walze verdichten, der Samen bekommt guten Bodenkontakt. Es ist wichtig, die ersten vier Wochen den Boden feucht zu halten!
Neigt der Boden zu Staunässe, könnt Ihr Rasensamen mit Quarzsand mischen und eine Schicht auf diesen aufbringen!

Der erste Schnitt
Bei einer Halmlänge von acht bis zehn Zentimeter durchführen.
Wichtig:
Rasenschneidgeräte dürfen nicht stumpf sein, schlecht für die Gräser!
Für kleine Flächen eignet sich gut ein Fertigrasen (eine Art Rollvlies), der Effekt ist, ein grüner Garten!

Rasen mähen und pflegen:

Den Rasen wöchentlich mähen. Verwendet Ihr einen Mulchmäher, zweimal, dies ist ein Vorteil bei einer großen Rasenfläche, das zerkleinerte Schnittgut kann liegen bleiben. Es kommt auf das Klima und die Witterung an. In der guten Wachstumsperiode, bis Ende Juni wöchentlich mähen, im Sommer und Spätherbst seltener.

Die ideale Schnitthöhe liegt bei 3,5- fünf Zentimeter. Im Hochsommer bei sechs Zentimeter, die Halme geben dem Boden mehr Schatten, nicht viel Gefahr für schnelleres Austrocknen des Bodens.

Hand-Spindelmäher für einen perfekten Schnitt

    Rasenmähen verursacht grundsätzlich Stress bei den Gräsern. Der Spindelmäher schneidet den Grashalm, wie mit einer Schere, mit zwei Messern ab. Dadurch gibt es einen sauberen Schnitt und das Gras wird weniger anfällig gegenüber Krankheiten.

Der Hand-Spindelmäher ist ideal für kleine und mittlere Rasenflächen.

Bei sinkenden Temperaturen den Rasen auf einer Höhe von fünf Zentimetern mähen. Ist es länger, kann es faulen, ist es zu kurz, fehlt den Wurzeln ein Kälteschutz. Heruntergefallenes Laub entfernen, liegt es zu lange, bildet sich Fäulnis. Diese schwächt den Rasen und er wird anfälliger für Pilzkrankheiten.

Wurzeln brauchen Sauerstoff:

    Staunasse Bereiche mit einer Gabel lüften. Die Wurzeln bekommen Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe, was sie brauchen.

Bewässern:

    Bei Bodentemperaturen von mehr als 25 Grad sind die Graswurzeln bereits etwas geschwächt, bei etwa 30 Grad und mehr kommt es zum Absterben mancher Wurzeln.
    Bei diesen Temperaturen nehmen die Wurzeln kein Wasser mehr auf was unweigerlich zum Absterben der Pflanze führt. Um diesen Hitzestress der Wurzeln zu vermeiden, kommt es auf das richtige gießen an.

Der Rasen braucht bei einer Trockenperiode nicht täglich Wasser, ein-zweimal die Woche ordentlich gießen, circa 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Häufiges Gießen mit geringer Wassermenge hält die Wurzeln an der Oberfläche und macht sie anfällig gegen Austrocknung.

Nach langem Gießen wachsen die Wurzeln in tiefere Schichten und sind weg von den hohen Temperaturen. Es übersteht der Rasen eine längere Trockenperiode.
Geht der Rasen bei großer Hitze von einem satten grün in ein braun über(bei durchlässigen Böden), nach einigen kühleren Regentagen beginnt der Rasen sich schnell zu erholen. Die Gräser sind äußerst widerstandsfähig gegen Trockenheit.

Rasen düngen:

Rasen düngen, gehört zu einer wichtigen Rasenpflege. Die Gräser mit Nährstoffe versorgen, um sich gegen Unkraut und Moos zu wehren.

    Im Frühjahr, ab Mai, mit einem guten Langzeit-Rasendünger (und Hornmehl die feinen Späne aus Rinderhorn haben einen hohen Stickstoffgehalt. Enthalten kein Phosphat, das den Klee zusätzlich stärken würde). Düngen, dieser gibt die Nährstoffe über Monate ab und hat mehr Stickstoffanteile, um das Graswachstum anzuregen.
    Das Düngen am besten in den Abendstunden und am Morgen erfolgen und einen Tag später, gut wässern. Zur gleichmäßigen Verteilung einen Streuwagen verwenden, es können sich später keine verschieden grün gefärbte und verbrannte Stellen im Rasen befinden.

Granulatdünger

    Granulatdünger haben eine bessere Langzeitwirkung, reduzieren dabei die Düngungen im Jahr.

Flüssigdünger

    Flüssigdünger sind Blattdünger, die Nährstoffe werden durch die Rasengräser direkt über das Blatt aufgenommen. Sie wirken rascher, müssen regelmäßig und öfter als Granulate ausgebracht werden.

Im Laufe des Junis eine zweite Düngung mit einem Sommer-Herbst-Dünger ausbringen. Für die sommerliche Hitze und Trockenheit.
Im Herbst (Mitte Oktober) nochmals düngen, es gibt einen speziellen Herbstdünger, gut um über den Winter zu kommen.

(mit viel Kalium zur Stärkung gegen Frost und Trockenheit). Im Frühling ist er schneller grün und dicht. Im Winter ist er kein Lagerplatz für Schneehaufen, der Rasen kann sich im Frühjahr schnell von den Winterstrapazen erholen.

Kohlensaurer Kalk für euren Rasen

Dieser naturreine Kalk aktiviert das Bodenleben, verbessert die Wurzelaktivität und versorgt euren Boden mit wichtigen Nährstoffen wie Magnesium und Kalzium. Der Rasen sollte zumindest einmal pro Jahr gekalkt werden.
Wenn der Boden pH-Wert deutlich über 7 ist, ist das nicht nötig. Kalk verbessert aber zusätzlich die Bodenstruktur und „befreit“ festgesetzte Nährstoffe aus ihren Verbindungen. Die ist unabhängig vom pH-Wert eine gute Sache für fast alle Böden.
Wenn der pH-Wert im Boden relativ hoch ist, kann die Aufwandmenge etwas reduziert werden.
Anwendungszeitraum: Frühjahr bis Herbst
Aufwandmenge 30 g/m²

Rasendünger mit Eisen (Eisendünger) oder Magnesium können auf Oberflächen Flecken verursachen. Sollte Eisendünger auf gepflasterte Oberflächen, Fliesen oder Holz geraten, nicht mit Wasser entfernen, sondern sofort trocken abkehren!

Vertikutieren:

Am besten im Frühjahr nach der Düngung und nach dem ersten Schnitt, das Wurzelwachstum in dieser Zeit am intensivsten ist.
Gut für die Durchlüftung des Bodens, Unkraut und Verfilzungen entfernen. Zur besseren Durchlüftung des Rasens, empfiehlt sich Quarzsand einzuarbeiten. Kahle Stellen, nach dem Mähen auszubessern und wie oben beschrieben (bei Rasen anlegen und säen), vorgehen. Es gibt Rasen-Reparatur-Set zur Ausbesserung von Rasenflächen.

SAM_2235 Rasenfläche

Beachtet die Regeln, wird es Euch der Rasen mit einem schönen, dichten und kräftigen Grün danken!

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