Pinzieren-Baumschnitt im Sommer

Baumschnitt mit einem guten Werkzeug durchführen,

eine Baumschere soll nicht quetschen, sondern einen schönen, glatten Schnitt haben.
Schneidegeräte desinfizieren, das kein Krankheitserreger von einem Baum zum anderen übertragen werden kann.

Obstbaumschnitt
© M. Schuppich – Fotolia.com (Obstbaumschnitt /#55933619

Der richtige Zeitpunkt des Baumschnittes ist das Frühjahr.


Im Sommer könnt ihr die Baumkronen auslichten, hauptsächlich die vielen Wassertriebe.
Triebe bis zu einer Länge von 30 Zentimeter nicht schneiden. Nur für ein stärkeres Wachstum, um einen längeren Trieb zu erhalten. Das gilt für Apfel– und Birnbäume, es handelt sich um Seitentriebe, sie treiben kräftiger aus.

Viele seitliche kurze Fruchttriebe, sowie Langtriebe? Bei Letzteren könnt Ihr durch Herabbiegen der Triebe, leicht den Ansatz von Fruchtsprossen mit Blütenknospen erzwingen.

Das grundsätzliche Schema sowie die Faustregel lautet beim Baumschnitt:

Stärkerer Rückschnitt und senkrechte Stellung fördert das Längenwachstum, geringer Schnitt und waagrechte Stellung fördert den Fruchtansatz.


Pinzieren – Sommerschnitt:
Unter Pinzieren wird das Abkneifen der Spitze eines Triebes mit dem Daumennagel verstanden.

Ein altbekanntes Obst bauliches Wissen. Es entsteht eine Stauung der aufsteigenden Säfte, somit werden die unteren Knospen der Triebe kräftiger.
Pinzieren wird in erster Linie beim Kernobst, sprich Apfel– und Birnbäumen vorgenommen und hier hauptsächlich an Spalierbäumen.

Pinziert wird bei Bonsai, sowie Kübel,- Topf und Beetpflanzen. Der Zeitpunkt ist von der jeweiligen Pflanzenart abhängig.
Es werden Spalieraprikosen pinziert und im September die Pfirsichtriebe, die Knospen werden kräftiger. Letzten Endes gilt das bei Weinreben, wenn Ihr die Triebe Mitte August kürzt.

Bei schwachem Wachstum und Feuerbrandgefahr solltet Ihr den Sommerschnitt unterlassen. Ebenso bei einer großen Sommerhitze!

Die Entwickelung eines Triebes während des Sommers:

Die Knospen die im Mai eine Länge von circa 20 Zentimeter erreichen, könnt Ihr an der Spitze des Triebes sehen. Möchten noch neue Blätter zum Vorschein kommen.
Der Saft eines Baumes drängt hauptsächlich in die Triebspitzen.
Neue entstehende Blätter und die Triebe werden länger und länger, das geht mehrere Wochen hindurch.

Die obersten Blätter entwickeln sich durch die Versorgung von Säften prächtig. Die untersten werden und sie sind im nächsten Frühjahr zu schwach, um auszutreiben.
Ihr solltet diese Triebe im Mai sowie Juni pinzieren, die eintretende Saftstauung, ernährt die unteren Knospen.
Diese Knospen entwickeln im nächsten Frühjahr einen Fruchtspross.

Die Saftstauung die circa 14 Tage anhält, treibt der pinzierte Trieb an den oberen Knospen gewöhnlich zwei neue aus. Nach mehreren Wochen pinziert Ihr erneut einen dieser Triebe. Ein neuer Saftstau entsteht und den anderen könnt Ihr abschneiden. Wird nicht pinziert, ist der zweite Trieb, beim nächsten Winterschnitt zu entfernen.

Ist bei Trieben das Längenwachstum im Mai fertig und sie wurden nicht länger als circa 30 Zentimeter, entfällt das Pinzieren. Diese sind Fruchttriebe, die noch im selben sowie an darauffolgenden Jahr Blütenknospen ansetzen.
Diese Triebe entwickeln frühzeitig im Mai das letzte Blatt und es kommen keine neuen mehr nach.

Es handelt sich um Seitentriebe, die Fruchttriebe nicht pinzieren.

Verlängerungstriebe die mit Ihrem Wachstum zu früh fertig wurden, solltet Ihr pinzieren, sie erreichen die richtige Länge. 

Die Langtriebe die Ihr Wachstum beenden , das letzte Blatt entwickeln, dies gilt bei Äpfel- und Birnbäumen. Sie setzen keine Blütenknospen mehr an. Im Gegensatz zu den Kurztrieben, die im Mai das Wachstum beenden, die notwendige Zeit fehlt.
Kurztriebe, die länger werden sollen, Ende Mai pinzieren.

Herabgebogene Triebe sind Fruchtbögen, nicht pinzieren und keinen Winterschnitt geben. Sie setzen auf Ihrer ganzen Länge Fruchtspieße und Blütenknospen an.


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