Heilkräuter im eigenen Garten

Ein Garten ohne Kräuterecke ist nicht vorstellbar.

Kräuter liefern für unsere Küche Würze, sie sind Heilkräuter und das seit Hunderten von Jahren.

© LiliGraphie - Fotolia.com ( variety fresh herbs isolated on white/#45339781

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Der Anbau und die Anwendung erfreut sich mehr und mehr größerer Beliebtheit. Früher war es anders. Die Medikamente, die auf den Markt kamen und über deren Nebenwirkungen wussten wir nicht viel. Über die Heilkräuter erfuhren wir nicht viel. 
 
 
 
 
 
 

Heute ist klar und es ist wissenschaftlich dokumentiert,  das Heilkräuter, Viren und Bakterien bekämpfen.

Die Melisse das vegetative Nervensystem beruhigt, Johanniskraut gegen Depression wirkt. Baldrian Schlafprobleme lösen kann und noch vieles mehr. Die Heilkräuter bekommen jenen Stellenwert, die sie verdienen.

In der Kräuterheilkunde oder Phytotherapie werden Pflanzen zur Therapie von Krankheiten innerlich und äußerlich eingesetzt. Wer sich mit der Wirkung von Kräutern auskennt, kann sehr viel
zum Gesundbleiben beitragen. Rund 80 Prozent der weltweit wichtigsten Medikamente stammen aus natürlichen Substanzen.
Beispiele:

    Die Entwicklung von Aspirin (der Wirkstoff kommt aus der Silberweide), Morphium (ursprünglich aus dem Schlafmohn gewonnen) und Penicillin für Antibiotika (aus Schimmelpilz entwickelt).
    Sobald die Medizin eine Pflanze „entschlüsselt“ hat, wird der Wirkstoff synthetisch nachgebaut und für Medikamente nutzbar gemacht.


Die natürlichen Inhaltsstoffe, als Tee getrunken, wirken sie sanft auf den Körper, tragen zur Heilung und Linderung bei.
Ein wichtiges Thema ist die Zusammenarbeit zwischen Chemie- und Naturwissenschaft.
Keine Frage wir brauchen die Chemie. Nicht bei jedem kleinen Leiden, wo Heilkräuter sich als  ideale Ergänzung für eine Naturtherapie anbieten.

Ein Spruch lautet: „Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen“.

Tipp:

    im Garten empfiehlt es sich, Gewürze und Heilpflanzen zu ziehen.
    Ihr habt keinen Garten, es geht auf Terrassen, Balkon, Fensterbänken, in Trögen und Töpfen, leicht zu kultivieren.
    Wer sich gut auskennt, kann sie in der Natur wo sie wachsen, pflücken gehen.
    Alternativ zu einer Kräuterecke, einer Kräuterspirale, wäre es von Vorteil, sie zwischen anderen Pflanzen im Garten zu setzen. Nicht gut für Schädlinge.


Bodenbeschaffenheit:

Alle Küchen- und Heilpflanzen lieben Wärme und Sonne, in der Sonne entwickeln sie ihr volles Aroma und ihre heilende Wirkung.

Kräuter benötigen nicht viel Pflege. Der Boden karg und mit Düngemittel sparsam umgehen. Die Pflanzen schnell in die Höhe schießen und das Aroma und die heilende Wirkung darunter leidet.

Anbau:
Erfolgt im Frühjahr.

    Ihr könnt nach Heilkraut, entweder ins Freie aussäen. Jungpflanzen, die vorher auf einer geschützten Fensterbank, in einem Glashaus waren, zur richtigen Zeit ins Freiland setzen. In einen lockeren Boden und tief, wie sie vorher in der Erde standen.

Mehrjährige Heilkräuter könnt ihr durch teilen vermehren.
Im Winter könnt Ihr in einem Zimmer, Schnittlauch, Kresse, Basilikum, Rosmarin, Petersilie und Zitronenmelisse, kultivieren.

Ernte:

    Trockene und saubere Pflanzenteile ernten. Ideal wäre der frühe Vormittag.

Was ernten:

  • Blüten: sind nach dem Ernten zu trocknen
  • Wurzeln: beste Erntezeit der Spätherbst und das Frühjahr, vor dem Austrieb
  • Früchte und Samen: nach dem Ernten in der Früh zum Nachtrocknen, entweder auf ein Papier ausbreiten, alternativ aufhängen
  • Blätter: vor der Blüte schneiden und nicht waschen, die sauberen Blätter trocknen

Trocknen:
Für die Inhaltsstoffe und deren Erhaltung ist die richtige Trocknung wichtig.
Es gibt sogenannte Trockenschränke, alternativ in der Luft an einen schattigen Platz. Zusammengebunden an einen Faden aufgehängt.
Die Trockenzeit beträgt im Sommer ein bis zwei Wochen, im Herbst bis zu drei Wochen. Abhängig, was für eine Teile Ihr trocknet.
Trocken sind sie, die Wurzeln brechen leicht, die Blüten sich leicht zerreiben lassen und die Blätter rascheln.
Der Aufbewahrungsort muß gut durchlüftet sein, sowie trocken und staubfrei. Keine Plastiksäcke und Gefäße verwenden. Es eignen sich Gläser, Leinensäcke, Papiersäcke, Kartons und Blechdosen.

Heilkräuter zum Anbauen:

  • Alant, Anis, Arnika, Baldrian, Brennnessel, Baldrian, Basilikum, Bibernelle, Bohnenkraut
  • Fenchel. Hagebutte, Johanniskraut, Kamille, Kapuzinerkresse, Kümmel, Liebstöckel, Löwenzahn
  • Lavendel, Melisse, Malve, Mariendistel, Majoran, Petersilie, Pfefferminz, Rosmarin, Ringelblume
  • Salbei, Schafgarbe, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Roten Sonnenhut, Tausendgüldenkraut, Thymian
  • Weidenröschen, Weinraute, Ysop und viele mehr

Zubereitung der Kräutertees:


Bei frischen Kräutern nach kurzem Überbrühen ein bis drei Minuten ziehen.
Bei den meisten Kräutertee-Zubereitungen gibt Ihr die Kräutermischung in eine Tasse, mit siedendem Wasser übergießen. Fünf bis fünfzehn Minuten ziehen und zudecken, die Wirkstoffe verdunsten nicht.

Es gibt Kräuter die Ihr über Nacht kalt ansetzt, am nächsten Morgen absieht, erwärmt und trinkt. Beim Überbrühen gehen zu viele Wirkstoffe verloren wie bei Mistel, Eibisch und Kalmus. Wurzeln von Kräutern kalt zustellen und drei Minuten kochen.

Heilkräuter Tee warm trinken

nicht heiß und aus einer Tasse aus Steingut, Ton und Porzellan servieren.
Die erste Tasse auf nüchternen Magen, vor dem Frühstück trinken, die nächste mittags und abends.


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