Naturregeln „Schein und Zeichen“

Naturregeln „Schein und Zeichen“

Naturregeln auf der Grundlage der Rücksicht von „Schein und Zeichen“ sind uraltes Erfahrungsgut

Jahrhundert alte Holzbauten, wie Truhen, Getreidekasten, Holzkamine und dergleichen sind der Beweis dafür, dass das dafür benötigte Holz, zum richtigen „Schein“, geschlägert wurde. Dem Feuer, Insekten, Fäulnis, Witterungs- und andere Einflüsse konnten sie dadurch standhalten.
Viele Jahrtausende beschäftigten sich die Menschen mit dem Einfluss des Schlägerungszeitpunktes. Sie wollten dadurch beständige und langlebige Qualität des Holzes erreichen.

Naturregeln sind grundlegende Prinzipien, die das Verhalten und die Interaktionen von Lebewesen in der Natur bestimmen. In Bezug auf Holz und Garten, sind die Naturregeln „Schein und Zeichen“ besonders wichtig. Diese Prinzipien betreffen die Art und Weise, wie Pflanzen und Tiere ihre Umgebung wahrnehmen und auf natürliche Signale reagieren. Es ist auch im Gartenbau und bei der Holzverwendung entscheidend.

Die Naturregel des Scheins spielt eine wesentliche Rolle im Garten

Pflanzen nutzen ihre optischen Signale und Blumen präsentieren ihre leuchtenden Farben und verlockenden Düfte, um Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber anzulocken. Diese Zeichen sind essentiell für die Fortpflanzung der Pflanzen und tragen zur Biodiversität im Garten bei. Gärtner können diese Naturregeln nutzen, indem sie eine Vielfalt an blühenden Pflanzen anbauen. Um eine Vielzahl von Bestäubern anzulocken und somit ein gesundes Ökosystem zu fördern.

Die Naturregel im richtige Zeichen ist wichtig für die Pflege und den Schutz von Holz im Garten. Holz zeigt durch verschiedene Zeichen seinen Zustand und Bedarf an Pflege an. Risse, Verfärbungen und Pilzbefall sind deutliche Zeichen dafür, dass das Holz behandelt oder geschützt werden muss.

Die regelmäßige Inspektion von Holzstrukturen im Garten, wie bei Zäunen, Pergolen oder Gartenmöbeln hilft, diese Zeichen rechtzeitig zu erkennen um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Durch das Verständnis und die Beachtung dieser Naturregeln, können Gärtner die Lebensdauer und Schönheit ihrer Holzkonstruktionen, erheblich verlängern.

Ein weiterer Aspekt der Naturregeln im Garten ist die Nutzung von Holz als natürlicher Baustoff

Holz kann nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch umweltfreundlich sein, wenn es nachhaltig gewonnen und verarbeitet wird. Die Zeichen der Nachhaltigkeit, wie Zertifikate für verantwortungsvolle Forstwirtschaft, helfen Verbrauchern, die richtige Wahl zu treffen und die Natur zu schützen.

Zusammengefasst sind die Naturregeln „Schein und Zeichen“ entscheidend für einen erfolgreichen und nachhaltigen Gartenbau. Auch wichtig für die Pflege von Holz im Garten. Wenn Gärtner diese Prinzipien beachten, können sie ein gesundes und harmonisches Gartenumfeld schaffen und die Langlebigkeit ihrer Holzkonstruktionen sichern. Die Beachtung dieser Naturregeln hilft nicht nur die Schönheit des Gartens zu bewahren, sondern trägt auch zum Schutz und zur Nachhaltigkeit, der natürlichen Ressourcen bei.

Nachstehend ein paar dieser Regeln, die aus mehreren Quellen stammen und durch Publikationen, wissenschaftlich belegt sind.

Naturregeln „Schein und Zeichen“! Geschlägertes Holz

Brennholz
Brennholz in den ersten Tagen nach dem Oktober-Neumond oder nach der Wintersonnenwende, bei abnehmenden Mond schlägern. Den Wipfel des gefällten Baumes für einige Zeit an diesem belassen, er sollte dabei talwärts zeigen, weil es dann den letzten Saft, aus dem Baum herauszieht.

Naturregeln „Schein und Zeichen“ für Bauholz

Schlägern in der Winterruhe des Holzes
(Vollruhe in den Monaten Dezember, Januar)

  • Holz in den letzten Dezember-, sowie in den ersten Januartagen bei altem Schein geschlagen, bleibt unverändert. Es bleiben Würmer fern und das Holz hält dadurch länger und wird härter.
  • Beim letzten alten Schein, am Ende des Jahres gefälltes Holz, widersteht dem Feuer.
  • Wenn der Mond abnehmend und nur mehr eine kleine Sichel ist, gibt es beim Holz kein reißen und schwinden und kann daher noch „grün“ weiterverarbeitet
    werden.
  • Fällt ihr Holz bei zunehmendem Mond im Zeichen des Fisches, spaltet und dörrt es nicht aus und es gibt danach kein Schrumpfen.
  • Das Richtholz (zB. für Tischlerei, Zimmerei) am Neumond, im Zeichen des Skorpion oder Krebs schlagen, damit es haltbar und widerstandsfähig bleibt.
  • Holz schlagen, am ersten Tag im März, bei abnehmenden Mond,  damit es nicht brennt.
  • Bäume am Margarethenabend (20. Juli) gefällt, dann „zerkliebt“ das Holz nicht. Der Mond kann dabei auf- oder abnehmend sein.
  • Bäume in den ersten Tagen im Mai, bei altem Schein gefällt, dann fault das Holz nicht und wird auch nicht wurmstichig.

      Auszug aus einer alten, mündlichen Überlieferung aus dem Jahr 1833

Naturregeln „Schein und Zeichen“ für Schwendtage

Unter Schwenden wird das sauber machen von Flächen, damit es kein Zuwachsen gibt, verstanden,
durch Laub- und Nadelhölzer sowie Unkräuter z.B. bei Almflächen.

  • Beim Schwenden soll aufnehmender Mond, im Zeichen des Steinbockes sein.
  • Holzgewächse sollen in den letzten drei Tagen des Februars, bei abnehmenden Mond geschlagen werden. Diese wachsen dann nicht mehr nach und es faulen obendrein, ihre Wurzeln ab.
  • Einen Baum zum Absterben bringen, bohre am 1. August ein Loch bis auf den Kern. Er dörrt ab, heißt es in einer anderen Regel.
  • Werden Sträucher und Unkräuter, drei Tage vor dem 21. Juni herausgerissen, wachsen sie nicht mehr nach.
  • Laut Überlieferung sind die Schwendtage am 3. März, 1. April, 1. August, 17. August, 18. Oktober und 1. Dezember dafür bestens geeignet.

Naturregeln „Schein und Zeichen“!
Naturregeln „Schein und Zeichen“! Almen

Naturregeln „Schein und Zeichen“ für Gartenarbeiten

Vom Neumond zum Vollmond steigt der Großteil des Saftes in die Pflanzen von unten nach oben. Oberirdische Pflanzen wie Salat, Blumen und mehr, daher immer in dieser Zeit säen.

Vom Vollmond zum Neumond geht ein Teil des Saftes von oben nach unten, dadurch unterirdisch wachsende Pflanzen wie Rettiche, Rüben, Kartoffel in dieser Zeit säen.

Bäume und Sträucher sind bei abnehmenden Schein zu schneiden. Der Saft ist auf den Weg zu den Wurzeln, es „blutet“ der Baum nicht und der Eingriff schwächt daher seine Lebenskraft nicht.

Müsst ihr Bäume umsetzen, ist der beste Zeitpunkt bei Vollmond

Da zu dieser Zeit ein Großteil des Saftes in der Baumkrone und nicht in den Wurzeln ist, ist der Schade gering, da beim Umsetzen die Wurzeln verletzt werden.
In den Tagen darauf wird der Baum, wenn der Saft sinkt, von der Krone aus versorgt. Zirka drei Tage vor Neumond schneidet ihr die Krone stark zu, denn zu dieser Zeit, befindet sich der meiste Saft in den vernarbten Wurzeln. Der Saft kann jetzt nicht mehr durch die Schnittstellen der Krone verloren gehen.

Setzen sollt ihr im altem Schein, wobei die Zeichen Stier, Jungfrau und Steinbock dafür gut geeignet sind.
Obst ernten am Morgen bei altem Schein, denn es befindet sich zu diesem Zeitpunkt, in der Frucht am meisten Kraft.
Die Düngung soll bei altem, abnehmenden Schein erfolgen.

Naturregeln für Hausarbeiten

  • Schlachtungen sollen bei alten Schein durchgeführt werden. Bei richtiger Lagerung, kann der geräucherte Speck, weder vom Wurm befallen, noch gelb werden.
  • Das Kraut bei altem Schein geerntet und für Sauerkraut eingeschnitten, bleibt frisch, aromatisch und fault nicht.
  • Haare bei Mensch und Tier bei abnehmenden Schein schneiden, ist gut für das Haar. Es bekommt dadurch mehr Fülle, wird gesünder und wächst schneller nach.
  • Nach anderen Regeln wird der Mond lediglich nach seiner Stellung zu den Tierkreiszeichen beobachtet, die er mit seinem Umlauf um die Erde insgesamt in einem Monat durchläuft.
  • Die fruchtbaren Tierkreiszeichen sind vor allem Krebs und Steinbock. Im Zeichen des Steinbockes werden Speck- und Wurstwaren geselcht.

Alles, was unter der Erde groß und stark werden soll (Knollenpflanzen), sollte wenn der Mond unter sich geht (absteigender Mond) gepflanzt werden.
Kartoffeln, Möhren, Radieschen, Sellerie, Bohnen, Futterrübe, Steckzwiebel und mehr, säen und setzen.

Alles, was über der Erde wachsen, blühen und gedeihen soll, sollte bei über sich gehendem Mond (aufsteigender Mond) gepflanzt werden.
Blattpflanzen, Gemüse, Gewürz- und samentragende Pflanzen (Salat, Spinat, Bohnen, Kohl, Kraut, Tomaten, Gurken) setzen.

Die Erfolge unserer Ahnen mit der Beachtung von „Schein und Zeichen“ sind einen Versuch wert.

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