Blattpflanzen eine grüne Kulisse

Eines gleich vorweg: Blattpflanzen sind nicht etwa Gewächse, die nie blühen und nur Blätter hervorbringen,ihre Blüten sind eher unauffällig und sie können erst im hohen Alter auftreten.


 
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Blattpflanzen imponieren mit ihrem Laub, ob großen oder kleinen, glatten, samtigen, ledernen oder rauhen Blättern in Grün, Grün-Weiß oder Bunt.
Gemischt mit dem Farbenspiel der Blütenpflanzen, gehören sie in jede Ausstattung eines Zimmergartens. Sie bilden eine grüne Kulisse zu Blüten-pflanzen und stehen in der Attraktivität derer, in keiner Weise nach.
 
Durch ihre Vielseitigkeit als Ampel- oder Kletterpflanzen (Blattpflanzen), gehören sie zu den wichtigsten grünen Gestaltungselementen, man kann sie von einer Decke hängen lassen, Gitterwände mit ihnen begrünen, als Raumteiler verwenden, oder an Säulen und Podesten herunterschlingen lassen.
 
Efeutute, Scheinrebe, Efeu, Kletterficus oder Cissus-Arten gehören zu den wichtigsten Ampelpflanzen, um nur einige aufzuzählen. Frauenhaarfarn verwandelt Räume in lebhafte grüne Oasen. Große Grünpflanzen wie Alokasien sind erstklassige Raumteiler.
 
Palmen mit ihren eleganten Wedeln sind heute kaum mehr wegzudenken. Sie gehören wegen ihrer Attraktivität einfach zur Innenarchitektur. Einige Arten vertragen auch Schatten sehr gut, wie die Bergpalme, diese kann auch in einer dunkleren Wohnung gut kultiviert werden, denn durch ihre Anspruchslosigkeit an das Licht, kann sie auch mitten in ein Zimmer, neben eine Sitzgruppe plaziert werden.
Yuccas
werden auch als Palmen angeboten und auf den ersten Blick sehen sie diesen sehr ähnlich. Botanisch haben sie nur die ferne Heimat gemein, sonst aber nichts.Yuccas wollen viel Sonne und helles Licht.
Zu den beliebten Grünpflanzen gehört auch die Zimmeraralie, Grünlilie und die Schusterpalme.

Weitere schöne Blattpflanzen

 
Zierananas, Zimmertanne, Königsbegonie, Buntwurz, Zwergpalme, Grün-oder Graslilie, Buntnessel, Keulenlilie, Palmfarn, Versteckblüte, Dieffenbachie, Drazäne, Pleomele, Spindelstrauch, Gummibaum, Howeia Palme, Hüllenklaue, Iresine, Rosenholzbaum, Kokospälmchen, Fensterblatt, Neoregelie, Kletter-Philodendron, Baumfreund, Bogenhanf, Strahlenaralie u.v.a.

Ein Tipp:

Eine allgemein gültige Regel lautet: (Aber nicht hundertprozentig sicher) Blattpflanzen mit großen Blättern lieben eher lichten Schatten, kleine, dicht behaarte, oder ledrige Blätter vertragen Sonne. Pflanzen mit derben, dicken Blätter, die grau-grün bereift sind, können mit längerer Trockenheit und Lichtintensität gut fertig werden. Durstige Blattpflanzen erkennt man an ihren fleischigen Blättern, sie speichern darin ihr Wasser für Dürreperioden (in ihrer ursprünglichen Heimat), so sieht man es an den Blättern, wie sie gepflegt werden wollen.
Natürlich gibt es auch Pflanzen mit bunten Laub, sie benötigen jedoch mehr Licht, als ihre grünen Verwandten.

Umtopfen:

Alle zwei bis drei Jahre brauchen Zimmerpflanzen einen größeren Topf. Den Wurzelfilz lockern und dicke überlange Wurzeln kürzen, das regt zu neuem Wachstum an. Neue Erde beigeben, gut andrücken und gießen. Die neuen Gefäße sollten vier bis sechs Zentimeter größer sein.

Attraktiv bis ins hohe Alter:

Damit Zimmerpflanzen nicht vorzeitig Wachstum und Blühwilligkeit beenden, solltet ihr sie nach einiger Zeit umtopfen. Auch das Gießen nicht vernachlässigen.
Aber Vorsicht: erst wässern, wenn der Ballen abgetrocknet ist. Auf Staunässe reagieren alle, mit Ausnahme von Zyperngras, empfindlich. Blattschmuckpflanzen gelten als genügsam. Damit zu trockene Heizungsluft keine Schädlinge hervorruft, solltet ihr durch häufiges Stoßlüften und Besprühen mit Wasser, dagegen vorbeugen. Damit exotische Topfschönheiten von Jahr zu Jahr attraktiver werden und dabei gesund bleiben, brauchen sie hin und wieder zuverlässigen Pflanzenschutz.

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Zimmerpflanzen als Schadstofffilter:

Pflanzen sind aktive Luftverbesserer, sie bauen Schadstoffe wie Formaldehyd und Benzol ab. Was Forschungsergebnisse auch bestätigen. Außerdem verdunsten Zimmerpflanzen rund 90 Prozent des Gießwassers über die Blätter und erzeugen so ein angenehmes Raumklima. Sogar Staub und geringe Mengen Schadstoffe filtern sie aus der Luft.

Drachenbaum: (Dracaena deremensis Riki) zum Abbau von Lösungsmittel in Farben, Lacken und Leimen in Teppichböden.
Grünlilie:
(Chlorphytum comosum) zum Abbau von Farblösungsmittel, Leim und Zigarettenrauch.
Einblatt: (Spathhiphyllum Alfetta) zum Abbau vonLösungsmitteln und Leimen.

Formaldehyd ein fast überall anzutreffender Umweltschadstoff, hier gibt es eine Reihe von Formaldehyd abbauende Pflanzen wie: Grünlilie, Efeutute, Einblatt, Gummibaum, Drachenbaum, Schwertfarn, Efeu, Chrysantheme, Gerbera sowie Bergpalme um einige zu nennen, deren Wirkung dagegen, auch erforscht wurde.

Besonders für Schlafräume empfehlenswert sind folgende Pflanzen, weil sie nachts Kohlendioxid aufnehmen:

Bogenhanf (Sansevieria trifasciata),
Echte Aloe (Aloe barbadenis),
Orchideen, Grünlilie (Chlorophytum comosum),
Efeutute (Epipremnum aureum),
Bromelien (Bromelia Vriesea).

Tipp:

Bei Allergieverdacht immer abklären, welche Pflanzen nicht in Betracht kommen. PollenallergikaInnen sollten auf blühende Zimmerpflanzen eher verzichten. Wer trotzdem auf eine grüne Kulisse nicht verzichten will, muß auf eine sorgfältige Auswahl der Pflanzen achten. Bei Birkenfeige (Ficus benjamina) können Allergien auftreten, daher ist es eher ratsam, diese im Wohn-und Arbeitsbereich nicht aufzustellen.

Blattpflanzen sollten in keiner Wohnung fehlen, durch ihre Abgabe von Sauerstoff sind sie gesundheitsspendend, sorgen für eine erhöhte Feuchtigkeit, verbessern so das Raumklima und steigern auch das seelische Wohlbefinden durch ihren Anblick und ihrer Schönheit.
Gibt es nicht einen besseren Beweis als unseren Planet Erde, einst Stickstoffatmosphäre, jetzt sauerstoffreiche Luft.

NÜTZT DIE POSITIVE WIRKUNG VON ZIMMERPFLANZEN!

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