Dachbegrünung

Die Dachbegrünung ist nicht erst jetzt aktuell geworden oder eine neuartige Idee, schon vor 3000 Jahren schufen die Griechen eine Art „Hängenden Gärten der Semiramis.“


 
Dachflächenbegrünung
© Stefan Körber – Fotolia.com (Dachflächenbegrünung /#44908583

Eine Gartenlandschaft in der Stadt, die manche Städter in luftiger Höhe herbeizaubern, ist eine besondere Augenweide, denn statt grau in grau, eine grüne Oase, die vor allem die Lebensqualität erhöht.

Dachbegrünungen sind nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Argumente die dafür sprechen. Durch die verschiedenen Pflanzen wird die Luft gereinigt und die Staub und Luftschadstoffe herausgefiltert. Daher tragen die grünen Dächer zur Verbesserung des Stadtklimas und der Luftfeuchtigkeit bei und nehmen einen wichtigen Stellenwert der Lebensqualität für den Städter ein.

Das grüne Dach gehört heute einfach zur nachhaltigen Bauart einer modernen Städte-architektur.

Vorteile:

Durch die Dachbepflanzung wird ein Großteil des Regenwassers zurückgehalten, gespeichert und nur langsam der Kanalisation zugeführt, dadurch wird diese entlastet.
Im Sommer bleiben die Räume darunter kühler. Im Winter wirkt die Dachbegrünung wie eine Isolierschicht gegen die Kälte, ein weiterer Vorteil, denn dadurch werden auch die Heizkosten gesenkt. Das grüne Dach  bietet auch Lebensraum für Insekten und Vögel.

Wichtig:

Die Bausubstanz müsst ihr überprüfen lassen, denn die Statik muß es erlauben, da doch bei einer starken Begrünung (Intensiven) bis zu fünfhundert Kilo und mehr Gewicht, pro Quadratmeter, anfallen können. Natürlich darf auch keine Gefahr für die Wohnung darunter, sowie für Passanten aufkommen. Welche Dächer in Frage kommen und welche Unterkonstruktion für ein Begrünung geeignet ist, solltet ihr unbedingt einen(r) Fachmann/frau überlassen.
Eine Dachbegrünung ist ein guter Schutz für die Dachabdichtung und trägt außerdem zur Erhöhung der Lebensdauer von der Dachkonstruktion bei.

Varianten:

Bei einer niedrigen (Extensive) Dachbegrünung bis zu 20cm, ist der Pflegeaufwand bzw. der technische Aufbau reduziert.Bei einer extensiven Begrünung solltet ihr anspruchslose und trockenresistente Pflanzen verwenden, wie  Dach-, Spinnweb- und  Hauswurz, sowie Mauerpfeffer,Thymian und Moos.

Bei einer höheren (Intensiven) Dachbegrünung ist der Pflegeaufwand bzw. der Aufbau um einiges mehr. Der Schichtaufbau ist höher, er liegt zwischen 25 und 40cm, dadurch können schon kleinere Bäume, Sträucher und Gräser gepflanzt werden, wie etwa Silbergras, Felsennelke, Johanniskraut, Sonnenröschen oder Zwergglockenblume.

Ist das Dach einmal richtig bepflanzt, so macht es kaum mehr Arbeit, da die Gewächse über Wochen hinweg, von der natürlichen Feuchtigkeit durch Regen und Tau, sowie der dünnen Schicht Humus,  leben können.  Durch den Samenflug bilden sich außerdem den Standort angepasste Pflanzen-gemeinschaften.
Das Dach ist nun mal keine alltägliche Begrünungsfläche, daher eignen sich nicht alle Pflanzen. Für diese Umgebung sollten es robuste und trockenressistente Arten sein.
In Gegenden wo öfters und länger Trockenheit herscht, empfiehlt sich der Einbau einer Bewässerungsanlage.

Dachneigung:

Die ideale Dachneigung für einen Aufbau einer Dachbegrünung wäre zwischen 5 und 15%, bei über 20% müßt ihr Vorkehrungen gegen ein Abrutschen treffen.
Bei einer ebenen Dach-und Dachterrassenfläche könnt ihr die (Intensive) Begrünung wählen, sowie auch eine Rasenfläche schaffen.

Aufbau:

Der Aufbau besteht aus mehreren Schichten. Zuerst wird ein Schutzvlies(Wasserisolierschicht) angebracht, das schützt die darunterliegende Dachkonstruktion. Darüber kommt eine wurzelfeste Folie die verschweißt wird, damit später die Wurzeln nicht die Isolierung durchbohren.
Es folgt eine Speichermatte mit einer Dränagenschicht (es kann Tongranulat verwendet werden) hier wird das Wasser gespeichert und ein, an zuviel Regenwasser, wieder abgeleitet. Darüber kommt ein feinporiges Vlies als Filter gedacht, das soll verhindern, dass im Laufe der Jahre die Dränageschicht verstopft wird. Das darauf folgende Substrat dient zur Wurzelbildung und als Nährstoff- und Wasserspeicher, da es auch zur Wasserabführung dient, soll es durchlässig sein.
Man kann der Erde dafür Bims, Lava, recycelter Ziegelstein, Blähschiefer oder Sand dazugeben. Die Erde soll, besonders bei einer Extensivbegrünung, nährstoffarm sein.

Durch ein Dachbegrünung werden unsere Städte lebenswerter, in einer sonst so grau in grau Zone.

Wie Anfangs erwähnt, bietet sie viele Vorteile. Fangen wir an ökologisch und ökonomisch zu handeln.

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