Auswahl der schönsten Koniferen

Man fährt am besten, wenn man sich in einer Baumschule über die verschiedenen Arten von Koniferen beraten lässt, die man kaufen möchte. Ihr habt eine große Auswahl und je nach Größe und Standort des Gartens, empfehlen sie den richtigen Baum.
Es gibt Koniferen die sehr hoch, andere wieder die sehr breit werden. Es ist daher wichtig, wie viel Platz im Garten ist und welchen Standort man wählt, denn diese Kriterien bestimmen die Gesundheit und Wuchskraft von Koniferen. Eine gute Mischung von Laub und Nadelgehölz sollte im Vordergrund stehen, durch die Vielfalt, gut für Vögel und Insekten.

Hemlockstanne

Abis, die Tanne:

    Edeltannen, also die Gartenformen dieser Koniferen Art, von der es verschiedene Spielarten gibt, sind frei zu pflanzen, damit sie sich nach allen Seiten ausbreiten können.
    Besonders zu empfehlen ist die Nordmanntanne „Abies nordmanniana“.
    Sie bildet einen regelmäßigen, breit wachsenden Baum mit dunkelgrünen Nadeln, die auf der Unterseite bläulich-weiß sind.
    Es ist eine prächtige, vollkommen winterharte Tannenart.
    „A. nobilis glauca“ Edel- oder Silbertanne genannt (vornehm, edel, blaugrün) hat breite, dunkelblau-grüne Nadeln.

Larix, die Lärche:

    Die Lärche sollte nur in großen Parkanlagen verwendet werden.
    Im Haus- und Villengarten wirken die Koniferen auch im Winter gut. Es ist zu bedenken, dass in dieser Jahreszeit die Lärche kahl ist.



Lärchen

Picea, die Fichte:

    Hier gibt es viele Arten.
    Am bekanntesten ist wohl die Silberfichte (fälschlich oft Silbertanne genannt).
    Die botanische Bezeichnung ist „Picea pungens glauca“.
    Allerdings sind die Nadeln nicht silbrig, sondern blau gefärbt; deshalb wäre richtig, sie „Blaufichte“ zu nennen.
    Nur die „P. Pungens argentea“ (stechend, silberweiß) hat silberweiße Nadeln.
    Eine anspruchslose, empfehlenswerte Fichte ist „P. omorika“, die serbische Fichte.
    Eine schöne Zwergfichte ist die Zuckerhutfichte „P. glauca conica“. Sie hat weiche, hellgrüne Nadeln, ist sehr dicht und wächst langsam, dadurch für Steingärten zu empfehlen.

Zuckerhutfichte
Blaufichte

Hängefichte

Chamaecyparis, die Scheinzypresse:

    Eine der schönsten Scheinzypressen ist „Ch. obtusa crippsii“.
    Die jungen Triebe sind hell schwefelgelb und dunkel goldgelb.
    Man kann durch gelbe Koniferen, großartige, interessante Farbkontraste erzielen, wenn man sie mit verschiedenfarbige Koniferen pflanzt.

    „Ch. Lawsoniana glauca“ ist eine Spielart mit bläulichen Nadeln.

Juniperus, der Wacholder oder Sadebaum:

    Unter den zahlreichen Wacholderarten gibt es säulenförmige und solche mit kriechenden Wuchs, die niedrig bleiben, sich flach ausbreiten und sich deshalb auch für Steingarten eignen.
    Es gibt sie mit bläulichen, graugrünen oder gelbe Nadeln.

Pinus, die Föhre oder Kiefer:

    Auch hier gibt es sehr viele Arten, zum Beispiel die

    • Tränenkiefer
    • Zirbelkiefer
    • Schwarzkiefer
    • Schlangenhautkiefer
    • Gelb Kiefer
    • Krummholzkiefer
    • Latsche
    • Zwergföhre
    • und andere.

    Am häufigsten findet man in Gärten die Schwarzkiefer „Pinus nigra austriaca“.
    Sie gehört zu den widerstandkräftigsten Nadelbäumen.
    Sie hat schwarz grüne Nadeln und wächst breit und üppig, sofern sie Platz hat. Auch für trockene Lagen zu empfehlen und kann einzeln oder in Gruppen gepflanzt werden. Schwarzkiefern wirken großartig.

Taxus, die Eibe:

    „T. baccata“ (Europäische Eibe)ist die am weitesten verbreitete Art und eine der wenigen Koniferen, die sich auch im Schatten gut entwickelt.
    Sie wird auch gerne für Hecken verwendet.
    „T. bacc. aureo-variegata“ ist eine auffallend gelbbunte Eibe mit breiten Wuchs.
    „T. bacc. fastigiata“ ist die irländische Säuleneibe, von der es ebenfalls gelbbunte gibt.

Eibe

Thuja, der Lebensbaum:

    Einige Arten sind prachtvolle Gartenbäume und sehr zu empfehlen:

    • T. occidentalis fastigiata nova
    • bildet ohne jeglichen Schnitt einen regelmäßigen, schmalpyramidalen Baum.

    • T. occ. Lutea
    • hat eine gelbe, immer anhaltene Färbung.

    • T. occ. Vervaeneana
    • bildet einen schlanken Baum mit kegelförmiger Art und feine Zweige von hellgelber oder hellgrüner Farbe, im Winter bronzefarbig.

    • T. occ. Ellwangeriana „Rheingold“
    • hat einen gedrungenen, rundlichen Wuchs und ist hellgoldgelb. Die gelbgefärbten Thujen gehören zu den schönsten Nadelbäumen.

    • T. occidentalis „Smaragd“
    • Kompakt pyramidaler Säulenwuchs, ganzjährig sattgrün.

Thujen (Smaragd)

Tsuga, die Hemlocktanne:

    Hänge- Hemlocktanne „T. canadensis“ (aus Kanada stammend) ein zierlicher Nadelbaum für Einzelpflanzung und für Gruppen.
    Die Zweige hängen leicht über und sie kann auch für breite Hecken verwendet werden.

Koniferen sind dekorativ und erfordern wenig Arbeit.


Für Einzelpflanzung sollten nur erlesene Exemplare gewählt werden. Nicht alle Koniferen eignen sich für Gruppenpflanzungen.

Die Blau- oder Silberfichte sollt lieber allein stehen und auch die Lärche wird nicht in die Koniferengruppe passen, weil sie im Winter kahl ist.
Wie bei den Laubbäumen, so muss man auch bei den Nadelbäumen mit der zukünftigen Größe rechnen. Sie sollten sich frei entwickeln können.
Daher nicht zu eng pflanzen, weil man kann sie nicht wie Sträucher verjüngen.

Pflanzzeit:

    Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr, etwa Anfang April bis Mitte Mai und dann wieder im September.
    In klimatischen milden Lagen ist die Herbstpflanzung vorzuziehen.
    Die Konifere soll so tief in den Boden kommen, wie sie in der Baumschule stand.
    Das Pflanzenloch soll so groß sein, dass man um den Wurzelballen reichlich gute Erde geben kann.

Die Pflege der Koniferen:

    Auch Koniferen brauche Pflege.
    Wenn sie viele Nadeln verlieren, ein Beweis, das sie es zu trocken haben. Der Boden darf zwar nicht dauernd nass sein, aber es soll auch nie zu einer argen Trockenheit kommen.
    Am schönsten werden sie im feuchten und kühlen Klima.
    Wenn es sehr warm ist, abends mit dem Schlauch überspritzen und reichlich gießen.

    Die im Garten überwiegend gepflanzten Zuchtsorten sind empfindlicher (als ihre Arten im Wald) und wachsen mit Dünger besser und schneller.
    Sie brauchen für ihre Nadeln viel Eisen, Schwefel und Magnesium. Bittersalz enthält reichlich Magnesium im Form von Magnesiumsulfat und sorgt sehr schnell für sattgrüne Nadeln.

    Koniferendünger gibt es als Granulat oder Flüssigdünger.
    Von August an nicht mehr düngen.
    Ist der Herbst zu trocken, so muss die Koniferen vor Eintritt des Frostes gut gegossen werden.
    Abgefallene Nadeln unter den Koniferen nicht wegrechen, sondern als natürliche Bodendecke belassen. Ihr könnt auch zusätzlich Torf auflegen, damit die Bodenfeuchte besser gehalten wird.



Lärche
Hemlockstanne

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