Hell, halbschattig oder sonnig? Die richtigen Pflanzen.

Wenn man vom Blütengarten spricht, begibt man sich auf ein Gebiet unübersehbarem Formenreichtums. Selbst wenn man nur die Samenkataloge, Stauden-, Rosen- und Baumschulenverzeichnisse mit ihren ausgewählten Pflanzensorten durchblättert, sieht man sich ratlos vor ein verwirrendes Angebot gestellt.

Viele Pflanzen bevorzugen einen hellen Standort, wo sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. Auch deren Bedürfnisse, wie etwa Bewässerung, berücksichtigen.
Ungeeignete Standorte sind: Wenn Blätter heller werden und abfallen, erhalten sie nicht genug Licht. Blätter die zu viel Sonnenlicht bekommen, können austrocknen, oder die Spitzen werden braun.

Je nach Art der Pflanze im Garten, brauchen diese unterschiedliche Anpassungen. Pflanzen am falschen Standort gesetzt, können zB. bei besonders extremen Temperaturen einen Schaden nehmen oder sogar absterben.
Hell, halbschattig oder sonnig? Ein kleiner Überblick, welche Pflanzen an welchem Ort platziert werden sollten.

Gartenblumen können Ein-, Zwei- oder Mehrjahresblumen sein

Die meisten Einjahresblumen blühen den ganzen Sommer hindurch, bis zu den ersten herbstlichen Nachtfrösten, außerordentlich reich. Unbedingt einplanen, weil sie einen ausgezeichneten Sommerflor bringen.

  • Kalifornischer Mohn (Eschscholzia californica)
  • Ringelblume (Calendula officinalis)
  • Brandschopf (Celosia)
  • Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus)
  • Zinnien (Zinnia elegans)
  • Löwenmäulchen (Antirrhinum majus)
  • Portulakröschen (Portulaca)
  • Bechermalve (Lavatera trimestris)
  • Leberbalsam (Ageratum houstonianum)
  • Pracht-Lobelie (Lobelia speciosa)
  • Studentenblume (Tagetes-Hybriden)

Zweijahresblumen sind Halbstauden
Darunter versteht man winterharte Blumen, die im Frühsommer ausgesät werden und im darauffolgenden Frühjahr blühen.
Zu ihnen gehören: Stiefmütterchen, Maßliebchen, Vergissmeinnicht, der Goldlack, die großblütigen Glockenblumen, Bartnelken, Malven, Fingerhüte und Königskerzen.

Mehrjahresblumen oder Blütenstauden
(früher nannte man sie Perennen) sind winterhart und ausdauernd. Sie werden nach der Blüte im Herbst abgeschnitten und treiben im Frühjahr wieder an, um neuerlich zu blühen.

Wenn auf einem Staudenbeet vom Frühjahr bis zum Herbst etwas blühen soll, müsst ihr Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblüher pflanzen.

Was die Beschaffung der Pflanzen betrifft, so könnt ihr Ein- und Zweijahresblumen selbst anbauen oder Setzpflanzen beim Gärtner kaufen. Allerdings wird man vom Gärtner nicht alle Arten und Sorten, die in den Samenkatalogen angeführt sind, bekommen.

Für jeden Platz die richtige Pflanze

Die Sonnenanbeter
Es gibt Pflanzen die sich hervorragend für einen Standort in der prallen Sonne eignen.

Exotische Pflanzen wie:
Olivenbäume, Oleander, Zitrusbaum oder Palmlilien.

Sonnenverliebte Pflanzen wie:
Wandelröschen, Kapkörbchen, Lavendel, Kugeldistel, Gladiole, Rosen, Sonnenblumen, Petunie, Geranie, Husarenknöpfchen, Portulakröschen, Jasmin, Lupine, Cistus, Echium, Dahlien, Erythrina, Kap-Aster, Fetthenne oder Sonnenhut.
Bei solchen hellen und warmen Sonnenstandorten ist ausreichend Flüssigkeit wichtig.

Kübelpflanzen für die volle Sonne:

Wandelröschen (Lantana camara), Schmucklilie (Agapanthus), Kreuzblume (Polygala), Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens)

Mediterrane Kübelpflanzen für die volle Sonne:

  • Oleander (Nerium oleander)
  • Roseneibisch (Hibiscus syriacus)
  • Zitruspflanze (Citrus)
  • Hammerstrauch (Cestrum elegans)
  • Brasilianische Guave (Acca sellowiana)

Klettersträucher: Drillingsblume (Bougainvillea), Echter Jasmin (Jasminum officinale), Dipladenia (Mandevilla)

Halbschattengewächse:

Zu Halbschattenpflanzen zählen Hortensien

  • Nelkenwurz (Geum chiloense)
  • Krötenlilie auch Tigerlilie genannt (Tricyrtis)
  • Herzblättrige Bergenie (Bergenia cordifolia)
  • Herbst-Anemone (Anemone hupehensis)
  • Astilbe
  • Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla ‚Variegata‘)
  • Fingerhut (Digitalis),
  • Eisenhut (Aconitum napellus)
  • Christrose (Helleborus niger)
  • Purpurglöckchen (Heuchera micrantha)
  • Rittersporn

Der richtige Pflanzort wäre idealerweise ein Balkon oder eine Hauswand die gegen Osten oder Südosten ausgerichtet ist. So erhalten sie genügend Morgensonne, anstatt der heißen Nachmittagssonne.

Schattengewächse:
Schattenpflanzen kommen perfekt mit wenig Licht zurecht. Man unterscheidet zwischen lichtem Schatten und Vollschatten. Etwa unter Nadelbäumen, höheren Mauern und Gebäuden oder immergrünen Sträuchern, wo kaum Licht hinfällt und wenige Pflanzen wachsen. Auch diese Flecken müssen im Garten nicht leer bleiben.

  • Fuchsien (Fuchsia)
  • Wolfsmilch (Euphorbia)
  • Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis)
  • Waldlilie (Trillium)
  • Rhododendron
  • Schaumblüte (Tiarella)

Waldmeister (Galium odoratum) oder Astilbe auch Prachtspiere genannt, eignet sich gut. Farne oder Funkien (Hosta) fühlen sich an lichtarmen Orten besonders wohl.

Von allen ein wenig
Wo nur diffuses und mildes Sonnenlicht hinfällt, fühlen sich Schleierkraut, Herbst-Anemonen, Begonien, Rittersporn oder Purpurglöckchen wohl. Schneerosen oder Christrosen bevorzugen schattigere Plätze. In den sonnenarmen Monaten, unter kahlen Bäume und Sträuchern bekommen sie mehr Sonnenschein und bedanken sich mit prachtvollen Blüten.

Gartenplanung immer an Hitze anpassen, hell, halbschattig oder sonnig?