Orchideen

Sobald Orchideen-die Tropenschönheiten-ihre Blüten öffnen, erwacht der Zauber des Urwalds in unserem Zimmer. Orchideen haben sich in den letzten Jahren einen festen Platz auf dem Fensterbrett erobert. Immer mehr Liebhaber dieser Tropenschönheiten haben entdeckt, dass es gar nicht so schwierig ist, diesen schönen Zimmerpflanzen, ihre fantastischen Blüten zu entlocken.

Dank moderner Zuchtverfahren stehen den Blumenliebhabern heute, eine Vielzahl dieser exotischen Pflanzen zur Verfügung.

 
Frau mit Orchideen
© Mario Savoia – Fotolia.com (Frau mit Orchideen/#22077983)

Orchideenblüten:

Stehen im Einklang mit Begriffen wie Exotik und Eleganz. Die Orchidee ist das Symbol der Verführung schlechthin.

Mit ihren 25000 Arten stellt sie heute einen beträchtlichen Teil aller Blütenpflanzen. Es gibt nur wenige Ausnahmen wo sie nicht wächst und zwar in der Antarktis, auf sehr hohen Berggipfel und in extremen Wüstengebieten. Die schönsten gehören zur üppigen Tropenflora.

Da sie sich aus alten Pflanzenteilen ständig regenerieren, gehören Orchideen zu den ausdauernden Kräutern. An ihrem Laub erkennt man, an welches Klima sie gewöhnt sind. Orchideen mit fleischigen Blättern weisen darauf hin, dass sie im Wüstenklima gedeihen. Dünne, harte Blätter werden mit sengender Hitze und großflächige mit schattiger Umgebung fertig.

Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts waren nur wenige verschiedene Orchideenarten bekannt.
Man schrieb das Jahr 1732 als die erste tropische Orchidee in England erblühte und zum Statussymbol des reichen Adels wurde. Später begann man mit der Vermehrung und Kreuzung der Wildarten.
So entstanden die ersten Hybriden. Die heute weiterentwickelten Hybriden sieht man in Gewächshäusern, auf Fensterbänken und in Vitrinen. Durch die Züchter gab man Orchideen im Laufe der Jahre gewisse Anpassunfsfähigkeiten für unsere Zimmer, dennoch sind den individuelle Bedürfnissen der Pflanzen, Rechnung zu tragen.

Orchideenpflege

Sie sind nicht alle tropensüchtig. Was Orchideen brauchen, sind passende Lichtverhältnisse, ein feuchtwarmes Klima, Frischluft und normale Zimmerwärme, um gut zu gedeihen. Die trockene Heizungsluft im Winter lässt die Pflanze schnell vertrocknen, dagegen hilft Besprühen mit destilliertem Wasser.
Besser wäre es die trockene Heizungsluft, nicht direkt auf die Blätter strömen zu lassen. Die kühleren Nachttemperaturen im Winter, werden von vielen gut vertragen.
Orchideen leben am Naturstandort meist auf Bäumen. Deshalb sind sie Hungerkünstler und brauchen nur wenig Wasser, im Winter einmal und im Sommer zweimal, pro Woche. Damit die Wurzeln trotzdem feucht bleiben, gibt es spezielle Orchideenerde. Dieser Pflanzenstoff ist luftig und fördert die Durchlüftung im Wurzelbereich, trocknet schnell ab und begünstigt weder Fäulnis, noch Infektionen.

Auf gar keinen Fall normale Blumenerde verwenden!

Was diese Exoten überhaupt nicht wollen, ist im Wasser stehen, sonst ist Fäulnis vorprogrammiert. Töpfe sollten Löcher im Boden haben. Bei Verwendung eines Übertopfes, solltet ihr beim Gießen das Wasser gut abrinnen lassen, bevor ihr die Pflanze wieder hineingebt. Die Orchidee selbst ist dabei trocken zu halten.
Manche Arten legen während des Jahres eine Ruhepause ein, in der nur sehr wenig gegossen und nicht gedüngt werden sollte. Dabei empfehle ich euch, sie während dieser Zeit an einen etwas kühleren Platz zu stellen.

Tipp:

Bouquet of pink orchids (Phalaenopsis) with spring background
(c) doris oberfrank-list – Fotolia.com (Bouqet of pink orchids (Phalaenopsis) with spring background/#47732578
 
Die Wurzeln der Orchideen sind salzempfindlich, deshalb nur spezielle Orchideendünger einmal pro Woche in das Gießwasser geben und von November bis Februar, das Düngen stark reduzieren. Unbedingt die Menge auf der Verpackung beachten, den weniger Düngen, ist mehr.

Standort:

Für die meisten Orchideen wie Dendrobium eignen sich West-oder Ostfenster. Dort stehen die Pflanzen hell, werden jedoch nicht von der direkten Sonne getroffen, da die Blätter sonst bei zu starker Bestrahlung verbrennen können. Für vollsonnige Südfenster, sollten Cattleya und Vanda bevorzugt werden. Mit weniger Licht kommen vergleichsweise die Orchideen der Gattung Paphiopedilum und Phalaenopsis aus. Mittagssonne unbedingt vermeiden.

Einige schöne Arten:

Tiger Hambühren, Cattleya, x Brassocattleya, Cymbidium, Epidendrum, Dendrobium, Masdevallia, Laelia, x Laeliocattleya, Lycaste, Miltonia, Odontoglossum, x Odontioda, x Odontocidium, Oncidium, Phalaenopsis, Paphiopedilum, x Vuylstekeara, x Wilsonara, Pleione u.v.m.

Eine wunderschöne Orchidee unter Naturschutz stehend, ist die Mücken-Händelwurz, man kann sie im Gegensatz zu anderen heimischen Orchideen, im Garten ganz gut kultivieren. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juli. Vorkommen in nördlichen Europa. Ihr Standort sind Feucht-und Nasswiesen, sowie Föhrenwäldern und lichter Waldrand, sie bevorzugt feuchte und kalkhältige Böden.

Die Orichidee ist eine der wenigen Pflanzen auf dieser Welt, die ihre Blüten so aufwendig und zweckmäßig perfektioniert hat.

 

Kommentar schreiben