Düngen-Nährstoffe für die Pflanzen

Düngen heißt:

Den Boden mit Nährstoffen zu versorgen, ist für ein gutes Wachstum und schöne Blüte von Nöten, um die Bodenbeschaffenheit zu verbessern und eine gute Struktur zu erzielen, damit genug Sauerstoff eindringen kann und das Wasser besser gespeichert wird.


 
a hand giving fertilizer to a young plant
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Ein guter Boden ist locker, krümelig und gut durchlüftet. Es ist ratsam, alle paar Jahre eine Bodenanalyse durchführen zu lassen, damit ihr wisst, was den Boden überhaupt abgeht . In der freien Natur verrottet der organische Abfall und wird wieder den Pflanzen mit den enthaltenen Nährstoffen zugeführt, so schließt sich der Kreislauf.
Nicht so im eigenen Garten, denn da bleibt meistens nichts liegen, ausser man legt einen Komposthaufen an und verwendet die Komposterde wieder, dann ist eine zusätzliche Düngung nicht mehr erforderlich. Denn zuviel an Nährstoffen kann sich negativer auswirken als ein zuwenig!

Wir unterscheiden zwischen Bodenzusätze und Dünger

Bodenzusätze:

Sind zB Kalk, Ton oder Sand. Sie bewirken, dass sich der Boden lockerer gibt, mehr Luft eindringt und das Wasser besser gespeichert wird. So können die Nährstoffe besser zu den Wurzeln gelangen.

Neu:

Durch  Mikroorganismen  wird der Boden optimal auf den Dünger vorbereitet. Man braucht dadurch weniger Dünger und Pflanzenschutz-gut für die Umwelt. Diese probiotischen Kleinstlebewesen stärken die Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge. Sie bauen Humus auf ohne Chemie, ganz natürlich.

Dünger:

Mit Dünger wird der Nährstoffgehalt der Pflanze verbessert. Wie etwa Stickstoff, Phosphor, Kalium, Eisen, Kalzium und Magnesium. Organische Produkte wären Hornspäne und Guano.
Organische Dünger sollt ihr im Frühjahr verwenden, hingegen künstlichen Dünger, etwa von April bis August. Sie enthalten viele Nährstoffe und bringen rasch Resultate. Dünger  sollt ihr nur während der Vegetationperiode verwenden, aber nicht im Winter, während der Ruhephase. Ausnahmen sind natürlich Pflanzen, die im Warmen stehen und weiterwachsen.

Ein Tipp:

Es muss nicht ein teurer Dünger sein, ein günstiger tuts auch. Mit dem Wort Spurenelemente auf dem Etikett, wird oft der teure Preis gerechtfertigt. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Mengen sind meistens auch in den billigeren Produkten enthalten.

Wann soll man Düngen:

Im Frühjahr einen organischen verwenden wie Guano, er regt das Wachstum schnell an. Oder einen Langzeitdünger, der die Nährstoffe langsam abgibt. Zu beachten ist, das organische Dünger (die meisten) ein bis zwei Monate vor der eigentlichen Pflanzung ausgebracht werden sollte, da die Mikroorganismen im Boden die organischen in mineralischen Bestandteile umwandeln, die die Pflanzen dann aufnehmen können.

Düngen am besten in der Früh oder am Abend!

Das Benetzen der Blätter sollte man vermeiden!

Bei Blattdünger immer die Unterseite der Blätter besprühe, ihre Nährstoffe gelangen dann direkt in den Pflanzensaft, dadurch werden auch die Abwehrkräfte der Pflanze gegen Krankheiten gestärkt.
Organische Pulverdünger werden in die Erde etwa 10cm eingearbeitet
Organische Flüssigdünger immer gleichmäßig auf feuchter Erde verteilen
Im Spätherbst die Düngung langsam einstellen
Im Winter überhaupt nicht (Ausnahmen wie oben erwähnt)

Getrockneter Vogelkot oder ein Algendünger ist ein schnell org.wirkender Dünger.
Hornmehl, Federmehl oder Fischgrätenmehl ist ein langsam org. wirkender Dünger.
Organische Flüssigdünger habe den Vorteil, denn sie sind nicht so konzentriert. Es gibt kein versengen der Pflanzen.(zB.Brennesseljauche oder Algensaft).
Denkt ihr an biologisch Gärtnern, dann setzt organisch mineralische Dünger ein.
Es ist wichtig die Bedürfnisse eurer Pflanzen zu kennen, um ein unnützes Düngen zu vermeiden. Blütensträucher, Zwiebeln und Stauden brauchen eher kalhaltige Dünger.

Ein wichtiges Thema: Das Bewässern

Hängt natürlich von der Temperatur und den Niederschlägen ab. Ist in der Bodentiefe um die 3-4 cm die Erde trocken, sollte man gießen. Die beste Gießzeit ist früh morgens oder später am Abend. Es ist besser einmal in der Woche ordentlich zu gießen, damit das Wasser auch die Wurzeln erreicht, als jeden Tag ein bißchen.
Richtig bewässert ist gut für die Nähstoffaufnahme der Pflanzen! Regenwasser  ist dem Leitugswasser vorzuziehen. Einige Pflanzen (zB.Salat) mögen den kalten Wasserstrahl nicht. Neu gepflanzte Sträucher die ersten 2-3 Jahre regelmäßig gießen.
Bei den bereits gut angewachsenenen Sträuchern, wenig gießen, so dringen die Wurzeln tiefer ins Erdreich ein, auf der Suche nach Feuchtigkeit. Viele Sträucher können dann sogar lange niederschlagsfreie Perioden (Monate) überstehen.
Im Herbst Neupflanzungen, sowie immergrüne Pflanzen und Gehölze  ordentlich gießen, damit sie den Winter gut überstehen. Immergrüne verdunsten über die Blätter auch im Winter Feuchtigkeit.(zB.beim Rhododendron empfiehlt sich, bei  längerer Schönwetterperiode im Winter, die Blätter mit Wasser zu besprühen).
Aber Achtung, viele Pflanzen wollen Staunässe nicht im Winter, es sind dies winterfeste aus den alpinen und mediterranen Raum. Gut für sie ist ein durchlässiger Boden.

Die wichtigsten Nährstoffe für den Boden:

    • Stickstoff: Gut für die Entwicklung von Blättern, Trieben und Pflanzenteilen (Mangel: Wachstumsstörungen, kleine blasse gelbliche Blätter)
    • Kalzium: Ist gut für den Wasserhaushalt und die Stabilität des Gewebes, sowie für die Reifungvon Samen und Früchten (Mangel: Beeinträchtigung von Wachstum und anfälliger bei Trockenheit)
    • Magnesium: Phosphoraufnahme wird gefördert, dadurch bekommt die Pflanze indirekt mehr Widerstandskraft. Die meisten Böden enthalten wenig Magnesium (Mangel: Die Pflanze wird anfälliger für Krankheiten und verfärbt sich gelb oder braun)
    • Kalium: Fördert den Fruchtansatz und die Blüte (Mangel: Pflanze wird braun und fleckig bei Kaliummangel)
    • Phosphor: Gut für die Wurzelbildung und Widerstandskraft (Mangel: Wurzeln und Triebe verkümmern, Blätter verfärben sich)
    • Spurenelemente wie Kobalt, Bor, Molybdän, Kupfer oder Eisen sind auch für die Gesundheit der Pflanzen wichtig. Eisenmangel kommt in alkalischen Böden vor, die Pflanze verliert ihre grüne Farbe und wird gelblich.

    So wie der Mensch brauchen auch die Pflanzen die richtigen Nährstoffe, um sich gut zu entwickeln.

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