Stauden-Garten:Welt der Blüten und Farben

Einen Staudengarten mit seinen vielen bunten Blüten und Farben, individuell und nach eigenen Wünschen zu gestalten,bedarf viel an Kreativität und Einfallsreichtum.


 
CIMG2161

Zuerst einmal welchen Zweck soll er erfüllen und danach die Planung. Es kommt darauf an, ob ihr mehr oder weniger Zeit in eurem Garten verbringen möchtet. Wollt ihr einen pflegeleichten, welcher weniger Arbeit macht, oder einen Anspruchsvolleren, der natürlich zeitaufwendiger ist. Die Vielfalt an Staudenangebote, läßt keine Wünsche offen.

Möchtet ihr immer frisch geschnittene Blumen in der Vase haben, einen eigenen Kräutergarten oder euch nur an euren Lieblingsfarben erfreuen. Die vielen Angebote an Arten von Stauden, lassen eigentlich kein Wünsche offen. Staudengarten so anlegen, dass die hohen Pflanzen im Hintergrund und die niedrigeren im Vordergrund plaziert sind. Nahezu alle Stauden benötigen einen humusreichen Boden.

Tipp:

Für eine bunte Vielfalt an Blüten und Farben, ist es unbedingt wichtig, Pflanzen mit verschiedenen Blühzeitpunkten zu wählen, denn dann erfreut euch euer Garten vom Frühjahr, bis in den Herbst hinein, mit einem abwechslungsreichen Farben- und Blütenmeer.

Stauden und deren Vorlieben:

Alpine Stauden wie die Alpenaster oder der Dachwurz lieben im Garten einen sonnigen Platz. Alle wichtige Informationen finden ihr auf dem Etikett.

Die schattenliebenden Stauden

bevorzugen einen Platz unter Bäumen, oder ein anderes, schattiges Plätzchen. Ihre vielen Grünschattierungen haben auch ihren Reiz. Verschiedene Farne, wie der Rippenfarn mit seinem immergrünen Wedel, oder der gefärbte Regenbogenfarn und der imposante Straußfarn. Auch die Funkien mit ihren kräftigen Blüten dürfen nicht fehlen, sowie Maiglöckchen, Schaublatt, Lugenkraut oder Beinwell.

Stauden für lichten Schatten:

Vor Hecken, Zäunen und Gehölzen bringt ein Staudenbeet viel bunte Abwechslung, da es für diesen halbschattigen Standort, eine große Auswahl an Blatt- und Blütenstauden gibt. Es sind dies die Prachtspiere, Storchschnabel, Bergenie, Eisenhut, Fingerhut, Tränendes Herz, Sterndolde, Kreuzkraut, verschieden Primelarten u.v.m.
Den Storchschnabel könnt ihr nach der Blüte auf etwa 10cm zurückschneiden, so erreicht ihr eine zweite Blüte. Für die Vase eignen sich Tränendes Herz, Prachtspiere und große Sterndolde.

Sonnen-Garten:

Hier gibt es ein Reichtum an blühender Vielfalt. Richtig angelegt, erlebt ihr ein wahres Blütenwunder das ganze Jahr hindurch.

Tipps und Ideen:

Den Frühjahrsreigen eröffnen die Pfingstnelken, das leuchtende Gelb des Gemswurzes und der Trollblume. Auf die Pfingstrose folgen verschiedene Lilien und der Rittersporn. Im Hochsommer leuchten Indianernessel, das weiße Schleierkraut, Sommer-Phlox, Sonnenbraut, Sonnenauge und Flammenblumen u.v.a. um die Wette. Im Herbst erfreuen euch mit leuchtenden Farben, die Astern, Fetthennen, und Herbst-Anemonen, sowie verschiedene Gräser wie zB. das Lampenputzergras, diese setzen Akzente im Garten, bis in den Winter hinein.

Tricks:

Unter Sträuchern geschützt und verschiedener Licht- und Schattenspiele durch mal mehr und mal weniger Sonne, fühlen sich Stauden wie Bergenie, Kaukasus-Vergissmeinnicht wohl. Im Sommer Glockenblume, Mädchenauge und später im Herbst bringen Astilben und Herbst-Anemonen noch viel Farbe und Kontrast in den Garten.
Achten auf eine gute Nachbarschaft. Nachdem das Tränende Herz seine Blüten langsam einzieht, kommt der Eisenhut voll zur Pracht. Die Trollblumen und Prachtspieren harmonieren mit Pfingstrosen und Taglilien. Farne, Funkien, Herbst-Anemonen und die Silberkerze geben im Schatten gute Paare ab. Voll im Trend ist das Farbenduo violett und orange zB. Glockenblume und Gartennelkwurz. Blau und Rosa setzt auffällige Akzente. Ein Weiß für dunklere Bereiche.

Einen Garten solltet ihr immer so anlegen, das er nicht auf einen Blick überschaubar ist, sondern so, dass man beim Durchwandern immer wieder auf neue Überraschungen stößt.


Tipps für Rückschnitt:

Um ein weiteres Blühwunder im Spätsommer oder Herbst zu erleben, bedarf es einem pflanzengerechten Schnitt, sowie Verholzungen zu vermeiden. Rittersporn, Indianernessel, Katzenminze, Schafgarbe, Schleierkraut, und Flammenblumen zurückschneiden.
Bei Lavendel die verblühten Stängel an der Basis, die anderen Triebe, etwa ein Drittel kürzen, dabei auf einen halbrunden Schnitt achten und nicht zu weit, ins alte Holz hineinschneiden. Für einen guten Wuchs und Blüte im nächsten Jahr.

Schleierkraut, Margeriten, Staudenphlox, sowie Bergastern im Spätsommer ziemlich nahe am Boden abschneiden, so stärkt man sie fürs nächste Jahr. Kornblumen, Feinstrahlaster, Bunte Margeriten und Rittersporn nach der Hauptblüte auf etwa 10cm einkürzen, sie blühen dann ein zweites Mal.

Bei allen gilt

die verblühten Blüten abschneiden. Bei Sonnenauge und der Goldgabe könnt ihr die Blühzeit dadurch verlängern. Zweijährige, also kurzlebige Stauden, wie die Stockrose, bevor die Samenbildung einsetzt, zurückschneiden, ihr könnt dadurch länger Freude damit haben.

Pflege von Gräsern:

Sie erzielen eine gute Wirkung vor Zäunen, Mauern oder in der Nähe eines Gartenteiches, aber auch als Einzelstellung. Rückschnitt sollte immer erst im Frühjahr erfolgen, um Fäulnis zu vermeiden, außerdem schauen sie im Winter durch Rauhreif sehr dekorativ aus.

CIMG2158

Das Wechselspiel der Stauden, durch Blüten und Farben, durch verschiedene Standorte, erfreuen das Auge eines jeden Betrachters.

Kommentar schreiben