Lagerung von Früchten

Im Herbst werden Spätsorten von Äpfeln und Birnen eingelagert. Manchmal ist man jedoch auch gezwungen, Sommersorten für kurze Zeit hinzulegen, das gilt zum Beispiel für den Weißen Klarapfel. Vollreif vom Baum weg, sind seine Früchte schon etwas mehlig, daher sollte man sie vor der Reife abnehmen und kühl lagern. Achtung, der Weiße Klarapfel bekommt leicht Druckflecke.

Auch frühe Birnensorten können einige Tage gelagert werden, man sollte sie aber knapp vor der Vollreife abnehmen.

 

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Äpfel und Birnen sollten so abgenommen werden, daß der Fruchtkuchen nicht mit abgebrochen wird. Der Fruchtstiel soll sich vom Fruchtkuchen lösen. Für hohe Bäume einen Obstpflücker verwenden.
Der Lagerraum zum Lagern von Früchten soll dunkel sein, denn im Licht reifen die Früchte schnell. Frühe Sorten muß man täglich kontrollieren, denn sie reifen mitunter allzu rasch. Auch sind sie in einer Schicht aufzulegen, sodass man alle auf den ersten Blick sieht.Nur vollkommen gesunde Früchte einlagern.
 
 
 
Alles andere, auch Fallobst, eignet sich zum Pressen für Saft und Süßmost.

Laggerraum von Früchten:

Da die Frühsorten nicht lange liegen bleiben, kann man irgendeinen Raum im Haus verwenden. Für Winterobst braucht ihr einen geeigneten Keller. Er darf keinen Betonfußboden haben, weil sonst die Luft zu trocken ist, auch wenn man Gefäße mit Wasser aufstellt. Er sollte naturbelassen sein, so steigt ausgiebig Bodenfeuchte auf. Richtige Luftfeuchtigkeit soll 85 Prozent betragen. Feuchtigkeitsmesser ist zu empfehlen.

Der Obstkeller soll eine gute Lüftung haben und es wäre ideal, wenn die Frischluft nahe am Boden zuströmt. Ferner muß der Raum gut zu verdunkeln sein, wobei die Temperatur 10 Grad nicht übersteigen, aber auch nicht unter 2 Grad sinken soll.

 
Auf keinen Fall dürfen Gemüse oder Kartoffeln im gleichen Raum gelagert werden, denn das Obst nimmt sofort den Geruch an. Wird Kohle oder Koks mitgelagert, so verstauben die Früchte allmählich.
Eine Bretterstellage mit Randleisten und ohne Zwischenräume wäre richtig, damit die Früchte von unten nicht belüftet werden.
Äpfel sind auf den Stiel und nicht umgekehrt zu legen.
Birnen ihrer Form wegen auf die Seite. Die Winterfrüchte in drei oder vier Lagen übereinander legen und alle vier Wochen kontrollieren, in den man sie umlagert.
Sorten die schon im Oktober reifen, sollte man nicht zu den Spätherbstsorten geben, denn diesen Früchten entströmt Aethylengas, das auf unreife Früchte stimulierend wirkt und sie zu früherem Reifen anregt.

Rauhschalige Sorten haben einen höheren Verdunstungsverlust, als glattschalige Sorten, letztere haben eine natürlichen Wachsüberzug. Beim Einlagern die rauhschaligen zwischen die glatten legen, damit sie nicht schrumpfen.

Die eingelagerten Früchte, besonders bereits reifende Birnen, nicht allzuoft anfassen, damit keine Druckflecke entstehen.

Ist das Obst eingelagert, so ist der Raum zu lüften, bei warmer Witterung bei Nacht, sonst in den Morgenstunden. Später nur, wenn die Luft dumpf werden sollte.
Der Obstkeller ist alljährlich vor Wiederbenützung zu reinigen und zu schwefeln. Schwefeldampf tötet die gegebenfalls vorhandenen Pilzsporen und danach ist der Raum gut zu lüften.

Tipp:

Wer keinen geeigneten Keller hat, kann Äpfel und Birnen in einen lebensmittelechten Plastikbeutel aus Polyethylen (PET) bis max. 10 Kilo geben und diesen mit Nadelstichen perforieren, damit ein Gasaustausch möglich ist. Alle zwei Wochen kontrollieren, so halten sie auch in einen zu trockenen und warmen Raum relativ gut. Ihr könnt sie aber auch in einem Kühschrank aufbewahren.

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