Immergrüne Koniferen und Sträucher

Wer träumt nicht von einem Garten, in dem es immer und zu jeder Jahreszeit, also im Frühling, Sommer, Herbst und Winter immergrün ist? Schafft ihr eimal einen solchen immergrünen Garten an, kommt ihr plötzlich darauf, dass es eigentlich der Wechsel der Jahreszeiten ist, der das Bunte im Garten so reizvoll macht.


Es gibt im Frühling kein zartes Erwachen (Austrieb) und der Herbst verabschiedet sich nicht mit einer bunt leuchtenden Herbstfärbung. Man kehrt wieder zu einem herkömmlichen Garten zurück, wo immergrüne und sommergrüne Pflanzen nebeneinander die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen.
 
 
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Die immergrünen Pflanzen bilden ein beständiges Gerüst der Bepflanzung und so geben sie auch im Winter einen festen Rahmen.

Sie bereichern unsere Gärten. Neben den vielen bunten Blütensträuchern, Sommerblumen und Stauden, bilden sie ein ruhiges grünes Gegengewicht. Ein sich änderndes Erscheinungsbild der laubabwerfenden Pflanzen geben den Garten ein gewisses Leben und sorgen für Abwechslung.
 
Die Nadelgehölze sind die wichtigste Gruppe unter den immergrünen Pflanzen, sie werden auch als „Koniferen“ bezeichnet. Es gibt nicht so viele Gattungen unter ihnen, die am meist vertretenen sind: Tannen, Scheinzypressen, Fichten, Kiefern, Eibe, Wacholder und Lebensbaum.
Von diesen gibt es aber eine Menge in den verschiedensten Formen. Auch bei den Wüchshöhen, innerhalb der einzelnen Gattungen, habt ihr eine große Auswahl von etwa 10cm bis 10m und auch höher. Sie wachsen in der Regel aber langsamer als Laubbäume.

Groß werdende und kleinbleibende Koniferen als Gruppen oder einzeln, bilden den Hintergrund eures Gartens.
Es gibt sehr langsam wachsende Koniferen, die ihr ohne weiteres in einem Balkonkasten oder auf der  Terrasse kultivieren könnt. Viele eignen sich auch zur Dach-Trog- und für Vorgärten, aber auch zur Grabbepflanzung.

Formen:

Für jeden Geschmack ist etwas dabei, ob langsam oder rasch wachsende Kegel-, Kugel-, schmale und breite Säulenformen, oder kompakt, flach und breitwachsende Nadelgehölze mit grünen, stahlblauen, silbergrauen und goldgelben Nadeln.

Tannen:

Brauchen einen tiefgründigen, nicht zu sandigen Boden und bevorzugen boden- und luftfeuchte, windgeschützte Lagen. Eine industriefeste, der auch heiße und trockene Standorte nichts anhaben können, ist die Koloradotanne.

Latschen:

Die drei und fünfnadeligen Kiefern und Föhren brauchen saure, kalkarme Böden, also mit Moorbeeterde pflanzen. Zweinadelige, wie zB. Latsche, Weißföhre und Schwarzföhre gedeihen in alle Böden.

Koniferen Arten:

Koloradotanne, Koreatanne, Nordmannstanne, Echte Silbertanne, Himalajazeder, Blaue Atlaszeder, Blaue Säulen-, Kegel-, Kugel-, und Gartenzypresse, Hängezypresse, Zwergmuschelzypesse, Gelbe Fadenzypresse, Irischer Säulenwacholder, Blauer Kriechwacholder, Goldspitzenwacholder, Blauzeder-Wacholder, Grüner Breitwacholder, Raketenwacholder, Lärche, Heimische-, Hänge-, Polster-, Kegel-, Serbische-, Zuckerhut-, Zwergblau und Silberfichte, Schlangenhautkiefer, Zirbelkiefer, Tränenkiefer, Latsche, Zwerglatsche, Eibe, Tafeleibe, Goldeibe, Bechereibe, verschiedene Thujen Arten, Hemlockstanne, Hahnenkamm-Sicheltanne, Mädchenhaar-Kiefer u.a.

Laubgehölze:

Die zweite Gruppe unter den Immergrünen sind die Laubgehölze, die jahrelang das selbe Blattkleid tragen, nach und nach wechseln, wovon man kaum etwas bemerkt. Der andere Teil ist nur im Winter grün. Im Frühjahr werfen diese Pflanzen ihr Laub ab, aber man sieht schon die neuen Blätter. Diese gehören eigentlich auch zu den Immergrünen, sowie ein ganze Reihe von Moorbeetpflanzen, wie die  prächtigen Rhododendren und Azaleen.

Immergrüne Ziersträucher:

Buchsbaum, Zwergbuchs, Stechpalme Alaska, Weißbunte Stechpalme, Immergrüne Heckenkirsche, Kirschlorbeer, Immergrüner Schneeball, Johanniskraut, Weiß-, und Gelbbunte Kriechspindel, Immergrüne Berberitze Felsenmispel und Heckenkirsche, Erica,Scheinbeere, Skimmie, Rhododendron, Azalea, Lavendelheide u.a.

Pflege:

Wichtig das Gießen im Winter. Wenn die Temperaturen über den Gefrierpunkt liegen, verdunsten die Pflanzen über ihre grünen Blätter verstärkt Wasser, da die Wurzeln aus der noch gefrorenen Erde keine Feuchtigkeit nachziehen können. Auch bei längerer Sonnenscheindauer regelmäßig die Blätter befeuchten. Bei Nadelgehölzen kann es vor allem auf sandigen und sauren Böden zu Magnesiummangel kommen, der sich durch Blattverbräunung,-vergilbung und Nadelfall äußert. Bittersalz kann hier Abhilfe schaffen.

Pflanzzeit:

Die beste Pflanzzeit für Immergrüne Pflanzen ist im Mai oder September. Pflanzen in Containern könnt ihr das ganze Jahr über setzen. Sollte der Ballen trocken sein, am besten eine halbe Stunde vor dem Pflanzen in einen Eimer mit Wasser stellen, nach dem Setzen nochmals gut gießen. Größere Bäume und Sträucher sorgfältig festbinden.

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Immergrüne Pflanzen bieten nicht nur einen guten Sichtschutz, sie begeistern mit ihrem grünen Blatt- oder Nadelkleid, sowie auch mit schönen Blüten und zahlreichen Wuchsformen.

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