Heilkräuter im eigenen Garten

Ein Garten ohne Kräuterecke einfach nicht vorstellbar. Kräuter liefern für unsere Küche nicht nur die Würze, sie sind auch Heilkräuter und das schon seit hunderten von Jahren.


© LiliGraphie - Fotolia.com ( variety fresh herbs isolated on white/#45339781

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Der Anbau bzw. die Anwendung erfreut sich immer größerer Beliebtheit, dass war nicht immer so, denn durch immer mehr Medikamente, die auf den Markt kamen und über deren Nebenwirkungen wir früher nicht allzuviel wussten, wurden die Heilkräuter ins Abseits gedrängt.
 
 
 
 
 
 
 

Heute weiß man und es ist auch wissenschaftlich dokumentiert,  das Heilkräuter, Viren und Bakterien bekämpfen können,

wie etwa Melisse das vegetative Nervensystem beruhigt, Johanniskraut gegen Depression wirkt, oder Baldrian Schlafprobleme lösen kann und noch vieles mehr, dadurch bekommen die Heilkräuter wieder jenen Stellenwert, den sie zu Recht verdienen.

Duch die natürlichen Inhaltsstoffe, als Tee getrunken, wirken sie sanft auf den Körper, tragen zur Besserung, Heilung oder Linderung bei.
Es sollte die Zusammenarbeit zwischen Chemie- und Naturwissenschaft wieder mehr hergestellt werden. Keine Frage wir brauchen auch die Chemie, aber nicht bei jedem kleinen Leiden, wo doch Heilkräuter sich als  ideale Ergänzung für eine Naturtherapie anbieten.
Wie sagt man so schön: „ nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen“.

Tipp:

Im eigenen Garten empfiehlt es sich, Gewürze und Heilpflanzen zu ziehen. Wenn ihr nicht das Glück eines eigenen Gartens habt, dann könnt ihr auf Terrassen, Balkon oder Fensterbänken, in Trögen und Töpfen,  leicht kultivieren. Wer sich gut auskennt, kann sie in der Natur wo sie wachsen, selbst pflücken gehen. Statt einer Kräuterecke oder einer Kräuterspirale wäre es von Vorteil, sie zwischen anderen Pflanzen im Garten zu setzen, dadurch werden auch Schädlinge ferngehalten.

Bodenbeschaffenheit:

Alle Küchen- und Heilpflanzen lieben Wärme und Sonne, so können sie ihr volles Aroma und ihre heilende Wirkung ausbilden. Kräuter benötigen kaum Pflege. Der Boden sollte eher karg sein und mit Düngemittel sollte man sparsam umgehen, da Pflanzen sonst schnell in die Höhe schießen und so das Aroma und auch die heilende Wirkung darunter leidet.

Anbau:

Erfolgt meist im Frühjahr. Ihr könnt je nach Heilkraut, entweder direkt ins Freie aussäen, oder  Jungpflanzen, die ihr schon auf einer geschützten Fensterbank, oder in einem Glashaus gezogen habt, zur richtigen Zeit ins Freiland setzen, in einen lockeren Boden und so tief, wie sie vorher in der Erde standen. Mehrjährige Heilkräuter könnt ihr teilen und so dadurch vermehren.
Im Winter kann man auch in einem Zimmer, Schnittlauch, Kresse, Basilikum, Rosmarin, Petersilie und Zitronenmelisse, kultivieren.

Ernte:

Nur saubere Pflanzenteile ernten, sie müssen trocken sein. Ideal dafür wäre der frühe Vormittag.

Was wird geerntet:

 
Blüten: sind nach dem Ernten gleich zu trocknen.
Wurzeln: beste Erntezeit der Spätherbst oder das Frühjahr, vor dem Austrieb.
Früchte und Samen: nach dem Ernten, gleich in der Früh zum Nachtrocknen, entweder auf ein Papier ausbreiten, oder aufhängen.
Blätter: vor der Blüte schneiden und nicht waschen, die sauberen Blätter trocknen lassen.

Trocknen:

Für die Inhaltsstoffe und deren Erhaltung ist die richtige Trocknung sehr wichtig. Es gibt sogenannte Trockenschränke, oder einfach in der Luft an einen schattigen Platz. Zusammengebunden an einen Faden aufgehängt. Die Trockenzeit beträgt im Sommer 1-2 Wochen, im Herbst bis zu 3 Wochen, abhängig davon, welche Teile man trocknet. Wenn die Wurzeln leicht brechen, die Blüten sich leicht zerreiben lassen und die Blätter rascheln, sind die Kräuter getrocknet.
Der Aufbewahrungsort muß gut durchlüftet sein, sowie trocken und staubfrei. Keine Plastiksäcke oder -gefäße verwenden. Es eignen sich Gläser, Leinensäcke, Papiersäcke, Kartons oder Blechdosen.

Heilkräuter zum selber Anbauen:

Alant, Anis, Arnika, Baldrian, Brennessel, Baldrian, Basilikum, Bibernelle, Bohnenkraut, Fenchel. Hagebutte, Johanniskraut, Kamille, Kapuzinerkresse, Kümmel, Liebstöckel, Löwenzahn, Lavendel, Melisse, Malve, Mariendistel, Majoran, Petersilie, Pfefferminz, Rosmarin, Ringelblume, Salbei, Schafgarbe, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Roten Sonnenhut, Tausendguldenkraut, Thymian, Weidenröschen, Weinraute, Ysop uvm.

Zubereitung der Kräutertees:

Bei frischen Kräutern nach kurzem Überbrühen 1 bis 3 Minuten ziehen lassen.
Bei den meisten Kräutertee-Zubereitungen gibt man die Kräutermischung in eine Tasse, mit siedendem Wasser übergießen, etwa 5 bis 15 Minuten ziehen lassen und zudecken, damit die Wirkstoffe nicht verdunsten können. Es gibt auch Kräuter die man über Nacht kalt ansetzt, am nächsten Morgen abseiht, erwärmt und trinkt.Beim Überbrühen würden sonst zu viele Wirkstoffe verloren gehen wie zB. bei Mistel, Eibisch und Kalmus. Wurzeln von Kräutern kalt zustellen und
3 Minuten kochen.

Heilkräutertee nie zu heiß trinken und immer in einer Tasse aus Steingut, Ton oder Porzellan servieren. Die erste Tasse sollte auf nüchternen Magen, vor dem Frühstück getrunken werden, die nächste mittags und abends.

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